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Ungarn erlebt eine seiner schlimmsten Umweltkatastrophen und der Westen scheint es nicht zu bemerken. Menschen und Tiere sterben qualvoll - interessiert es keinen, weil die Donau mit dem Giftmüll Richtung schwarzes Meer fließt?

bild bei nosvox

Schlimm schaut es immer noch aus, wenn man in das ungarische Dorf Kolontár fährt. Wenn die Polizei einen überhaupt durchlässt, erblickt man einen Ort des Grauens. Eine rote giftige Schlammlawine ist über das Dorf gerollt und hat Zerstörung, Tod und schlimmste Verletzungen hinter sich gelassen.

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Vermutlich durch Schmiergelder hat es ein bekannter ungarischer Geschäftsmann und Milliardär geschafft, dass der brüchige Damm seines Giftmüllsees nicht erneuert werden musste, obwohl es allgemein bekannt war, dass der Damm veraltet und brüchig war. Natürlich hätte keiner damit gerechnet, dass er wirklich bricht und was noch schlimmer ist, keiner wusste genau, was sich hinter dem Damm wirklich verbarg. Der Giftmüll einer Alluminuimfabrik landete in dem See.

István P., der das Inferno knapp auf dem Tisch stehen überstand, berichtet, dass man im Dorf immer mistrauisch war, was sich hinter dem Damm wirklich verbirgt, allerdings nichts gegen die Firma ausrichten konnte und auch keine klaren Auskünfte bekommen hat. Er sagt, dass sich viele Hilfskräfte bei dem Versuch Menschen und Werte zu retten selber mit dem Giftschkamm verseucht und schwerste Verletzungen davongetragen hätten.

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Die Folgen werden wohl nach auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zu spüren sein. Tiere verenden immer noch qualvoll, wenn sie aus dem verseuchten Bach trinken. Die Erde ist völlig vergiftet und wird immer noch abgetragen und weggeschafft - wohin ist nicht so ganz klar.

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Westliche Hilfskräfte werden nicht so wirklich an den Ort gelassen, man fürchtet, dass die Schäden schlimmer sind, als angenommen und die Aufräumarbeiten gründlicher durchgeführt werden müssen, als bisher. Wenn sich der westliche Fokus auf Kolontár richten würde, müsste wesentlich gründlicher gearbeitet werden, was natürlich auch die Gefahr von Spätfolgen deutlich minimieren würde.

Der Westen würde sich wahrscheinlich mehr interessieren, wenn die Donau in die entgegengesetzte Richtung fließen würde, denn dann käme sie durch Deutschland und brächte Giftmüll mit sich. So fließt das Gift ja "nur" ins schwarze Meer!

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