Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 
Alle Welt redet über Felix Baumgartner, der aus 39 Kilometer Höhe zurück auf die Erde gesprungen ist und dafür ein Budget von angeblich 50 Mio € zur Verfügung hatte. Marketing-Experten feiern das Red Bull-Team für einen Marketing Coup, der eine riesige Werbewirkung für die Marke erreicht hat. Alle Welt ist voll des Lobes, aber gibt es nicht auch kritisches anzumerken?

bild bei nosvox

Kann ein PR-Gag wirklich 50 Mio € wert sein? Natürlich sind bei dem großen Projekt viele Arbeitsplätze geschaffen worden, sei es beim Projektteam direkt oder bei den Zulieferern, die das Material, meist Spezialanfertigungen, beisteuern durften. Laut Medien sollen ca. 150 Leute im Team Felix Baumgartner gearbeitet haben. Was nach gelungenem Projekt aus Ihnen wird ist allerdings noch nicht bekannt.

Schauen wir auf den gerade stattgefundenen Welthungergipfel. Erschrenkende Zahlen wurden uns wieder präsentiert. Während unsere Gesellschaft im Überfluss lebt und jährlich tonnenweise Lebensmittel wegwirft, sterben in den armen Ländern dieser Erde die Leute zu Tausenden, weil sie nicht einmal das nötigste zum Essen haben.

Was hätte man mit 50 Millionen alles Gutes bewirken können. In der dritten Welt ist mit so einem riesigen Betrag so viel zu erreichen, man könnte medizinische Versorgung für hundertausende von Menschen aufbauen. Das Leben der Ärmsten könnte deutlich verbessert werden. 

Ist der Werbeeffekt so viel geringer, wenn man den Ärmsten hilft, als wenn man Leistungen erbringt, deren Nutzen nicht nennenswert ist, aber große Öffentlichkeitswirksamkeit hat? Es ist ein Armutszeugnis unserer Wohlstandsgesellschaft, dass der Welthungergipfel nur ein Randthema ist, wenn Felix Baumgartner aus dem All springt. 

Diesen Artikel teilen:



Um Kommentare abzugeben, bitte anmelden bzw. registrieren.