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Der Raub der fünf Bilder in Paris heute morgen ist nicht der einzige spektakuläre Diebstahl, der für Aufsehen gesorgt hat in den letzten Jahren. Anbei ein kleiner Überblick, was sich in den letzten Jahren auf dem Kunstklau-Sektor so alles getan hat. Auffällig ist, dass die beliebtesten Objekte von Picasso stammen. Rund 600 Objekte sind im internationalen Art-Loss-Register als gestohlen gemeldet!

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20. Mai 2010 - Aus dem Museum für moderne Kunst der Stadt Paris werden fünf Meisterwerke von Picasso, Matisse, Braque, Leger und Modigliani im Wert von insgesamt 500 Millionen Euro gestohlen.

28. Februar 2007 - Aus der Pariser Wohnung der Picasso- Enkelin Diana Widmaier- Picasso werden drei Gemälde ihres Großvaters im Wert von rund 50 Millionen Euro entwendet. Die Polizei verhaftet die Diebe, als sie versuchen, die Bilder zu verkaufen.

25. Februar 2006 - Mitten im Karnevalstrubel stürmen mindesten vier schwer bewaffnete Männer das Chacara do Ceu Museum in Rio de Janeiro. Sie überwältigen die Wachleute und rauben vier Bilder von Picasso, Dali, Monet und Matisse im Wert von rund 40 Millionen Euro.

22. August 2004 - Mit Waffengewalt entwenden zwei Kunsträuber die weltberühmten Bilder "Der Schrei", der bereits 1994 gestohlen wurde, und "Madonna" von Edvard Munch (1863- 1944) - Schätzwert knapp 100 Millionen Euro - vor den Augen der Besucher aus dem Munch- Museum in Oslo. Die Bilder werden zwei Jahre später sichergestellt.

11. Mai 2003 - In den frühen Morgenstunden des 11. Mai 2003 wird im Kunsthistorischen Museum Wien (KHM) die "Saliera" von Benvenuto Cellini gestohlen. Es ist die einzige erhaltene gesicherte Goldschmiedearbeit des italienischen Bildhauers (1500 - 1571). Angaben zum Wert des Salzfasses lagen um die 50 Millionen Euro. Im Januar 2006 finden es Polizisten in einem Wald in Niederösterreich, nachdem sich der Täter bei der Polizei gemeldet hat.

April 2003 - Das Nationalmuseum in Bagdad wird infolge des Irak-Krieges geplündert und bedeutende Schätze verschwinden.

1995 bis 2001 - Der international tätige Kunstdieb Stephane Breitwieser entwendet im Zuge seiner Diebestouren durch mehrere europäische Staaten 239 Werke von zum Teil unschätzbarem Wert - darunter aus dem Tiroler Landesmuseum das ovale Ölbild "Flötenspielender Knabe" von Gerard Dou. Es ist vermutlich unwiederbringlich verloren, denn nach seiner Festnahme in der Schweiz im November entledigte sich Breitwiesers Mutter der Sammlung. Sie warf einen Teil der Beute in den Rhein- Rhone- Kanal bei Straßburg; die alten Gemälde zerschnitt sie nach eigener Aussage und warf sie in den Müll. 102 Lunstwerke werden aus den Fluten geborgen, der Rest gilt als verloren.

22. Dezember 2000 - Zwei bewaffnete Männer rauben aus dem Nationalmuseum in Stockholm Gemälde von Rembrandt und Renoir mit einem Schätzwert von insgesamt rund 32,2 Millionen Euro.

20. März 2000 - In Berlin lässt ein Fahrer seinen Kleinlaster mit Gemälden im Wert von rund einer halben Million Euro unbeaufsichtigt, als er eine Cyrrywurst essen geht. Als er zurückkehrt, ist der Wagen samt Kunstwerken verschwunden. Unter den gestohlenen Grafiken und Gemälden sind Werke von Miro, Kollwitz und Barlach. Teile werden hinterher zerschnitten auf einem Flohmarkt gefunden, die Spur fürht dann weiter zu weiteren 47 Gemälden.

Flohmarkt_6

Dezember 1994 - Antike chinesische und jüdische Schriften im Wert von mindestens 300 Millionen Dollar (262 Mill. Euro) werden aus der Eremitage in St. Petersburg entwendet.

28. Juli 1994 - Drei Meisterwerke von William Turner und Caspar David Friedrich werden aus der Kunsthalle Schirn in Frankfurt/Main geraubt. Die Täter überwältigen einen Wachmann. Turners Bilder "Licht und Farben" und "Schatten und Dunkelheit" aus der Tate Gallery sowie Friedrichs Ölgemälde "Nebelschwaden" - Leihgaben aus London und Hamburg - haben einen Versicherungswert von insgesamt rund 35 Millionen Euro. Von den Bilder gibt es keine Spur.

12. Februar 1994 - Munchs weltbekanntes Gemälde "Der Schrei" wird aus dem Nationalmuseum in Oslo gestohlen. Der Raub sorgt ob seiner Dreistigkeit - die Täter stellten eine Trittleiter an die Außenmauer des Museums und nahmen das Bild bei heulenden Sirenen ab - für besonderes Aufsehen. Das Gemälde taucht drei Monate danach unversehrt wieder auf, der Täter, Paal Enger, war bereits 1988 wegen Diebstahls eines anderen Munch- Bildes ("Vampir") verurteilt worden.

8. November 1993 - Aus dem Modernen Museum in Stockholm werden sechs Picasso- Werke und zwei Gemälde Georges Bracques im Wert von insgesamt rund 58 Millionen Euro gestohlen - alle Bilder tauchen wieder auf.

Oktober 1992 - Aus dem Stadtschloss in Weimar werden acht Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren im Wert von mindestens 30 Millionen Euro gestohlen.

14. April 1991 - Aus dem Van Gogh- Museum in Amsterdam werden 20 Bilder im Wert von rund 436 Millionen Euro entwendet, wenig später aber in einem verlassenen Auto wiedergefunden.

18. März 1990 - Aus dem Isabella Stewart Gardner- Museum in Boston werden elf Gemälde von Rembrandt, Vermeer, Govaert Flink, Degas und Manet sowie ein kostbarer chinesischer Bronzebecher aus der Zeit um 1200 vor Christus gestohlen. Die Schätzungen über den Wert der Bilder reichen von 100 bis 200 Millionen Dollar.

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Kommentare  

+2 #1 Stephanie Fischer-Stabauer 2010-05-20 18:46
Picasso ist wohl gefragt. "Wie klaut man eine Million", ob sie's wohl so angefangen haben wie in dem Film? Oder eher "Oceans sonstwieviele"?

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