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Monaco ist vorbei und wir nähern uns der Sommerpause in der Formel 1. Meistens ist der Sommer die Zeit, in der Vertragsverlängerungen oder neue Fahrer für das kommende Jahr bekanntgegeben werden. Doch bereits jetzt gibt es Neuigkeiten und erste Gerüchte.

Sergio Perez verlängert bei Red Bull bis 2024

Nach seinem furiosen Sieg im Fürstentum wurde am Dienstag offiziell verkündet, dass Checo Perez zwei weitere Jahre an der Seite von Max Verstappen fahren wird. Wie sich später herausstellte, hat der Mexikaner den neuen Vertrag bereits vor dem Monaco Rennen unterschrieben. Mit dieser Fahrerpaarung sollte aus meiner Sicht die Konkurrenzfähigkeit definitiv gesichert sein. Das erste Mal seit Daniel Ricciardo hat man wieder einen zweiten Fahrer, der ebenfalls um Siege fahren kann und Max Verstappen Schützenhilfe bieten kann. Es wäre falsch gewesen erneut einen neuen Fahrer ins Team zu holen, wo man gerade sicher mit zwei Fahrern um die WM kämpfen kann.

Klar ist aber auch, Sergio Perez wird nicht jünger. Man sollte sich früh genug umschauen, wer der beste Ersatz für ihn ist und gegebenenfalls auch für Max Verstappen. Aber mit einem Alex Albon, Liam Lawson, Juri Vips oder Dennis Hauger kommen genug nach, um die kommende/-n Lücke/-n aufzufangen.

Unsicher ist hingegen noch, was durch den neuen Vertrag von Perez mit Pierre Gasly passiert. Sein Vertrag mit Red Bull bzw. Alpha Tauri läuft 2023 aus und ein weiteres Jahr im Mittelfeld wird sich der Franzose denke ich nicht antun wollen. Doch die Optionen sind nicht gerade rosig. Eventuell kann er einen teilweise schwächelnden Esteban Ocon bei Alpine oder Daniel Ricciardo bei McLaren ersetzen. Vielleicht bleibt er auch gar nicht in der F1.

Mick Schumacher wackelt bei Haas

Nach dem erneuten Ausfall durch seinen üblen Crash in Monte Carlo, gibt es erste Bedenken an einem Verbleib Micks in der Formel 1. Teamchef Günther Steiner sieht diesen Crash als nicht annehmbar an und man schaut, wie man von dieser Situation aus weiter macht. Durch die Budgetobergrenze sind Unfälle wie dieser oder auch der in Jeddah am Anfang des Jahres zu vermeiden. Ich denke, wenn diese Fehler von Mick nicht aufhören (hoffentlich hören sie auf), besteht für Haas kein Zweifel daran, ihn für nächstes Jahr auszutauschen. Mit den Ausfällen schadet er nicht nur dem Team-Image, sondern verschont auch keineswegs den Geldbeutel der US-Amerikaner, der ohnehin nicht allzu groß ist. Zudem hat Schumacher immer noch keine Punkte geholt, obwohl die bei Teamkollege Magnussen in den letzten drei Rennen auch ausgeblieben sind.

Wo Mick bei einem Rausschmiss landen würde? Schwierige Frage, aber womöglich nicht als Stammfahrer in der F1. Ferrari hat außer Haas kein B-Team mehr, seitdem Alfa Romeo wieder mehr Oberhand bei der Zusammenstellung seiner Fahrerpaarung hat. Zudem sitzt dort mit Guanyu Zhou auch ein talentierter Fahrer im Cockpit, der bisher durch seine Fehlerlosigkeit eigentlich zu wenig positiv auffällt. Am ehesten vorstellen kann ich mir, dass Mick Testfahrer bei Ferrari bleiben würde und man guckt, wie es die folgenden Jahre weiter gehen kann.

Daniel Ricciardo vor dem Aus bei McLaren?

Ein weiterer Wackelkandidat zum aktuellen Zeitpunkt ist der heiß geliebte Australier Daniel Ricciardo. Nach einem erneut enttäuschenden Wochenende in Monaco (Platz 13) wachsen die Zweifel bei McLaren. Verständlich, schließlich fährt sein Teamkollege Lando Norris stets in die Punkte und konnte sogar ein Podium einfahren.

Bereits letztes Jahr hatte der Australier mit dem McLaren zu kämpfen. Zwar konnte er einen Sieg in Monza einfahren, der war aber eher durch Glück und eine Fehlerlosigkeit zu erklären. Am Ende lag er ganze 45 Punkte hinter Norris und in diesem Jahr scheint der Abstand zum Briten noch größer zu werden.

Für mich sieht es so aus, dass es für Ricciardo einfach zu viele Änderungen in den letzten Jahren gab. Ausgenommen 2017 und seinem Wechsel 2014 zu Red Bull hatte er immer ein schlechtes Jahr nach einem Teamwechsel oder nach Reglementänderungen. 2019 gab es leichte Reglementänderungen und einen Wechsel zu Renault. Es war ein schwieriges Jahr für ihn, aber auch das Team. Man dümpelte eher im Mittelfeld herum. Im zweiten Jahr ging es aber schon deutlich besser und Ricciardo kam zweimal aufs Podium. 2021, sein erstes Jahr in Woking, war, wie gerade schon angesprochen, nicht besonders gut. Und nun kommt auch noch das neue Reglement ab 2022 auf ihn zu.

Ich glaube, Ricciardo braucht Vertrauen in das Auto und im Team. Er braucht Zeit sich an die neuen Autos zu gewöhnen und die muss man ihm geben. Wenn er diese von McLaren bekommt, kann er nochmal seinen zweiten oder dritten Frühling erleben. Doch auch der Druck von Teamkollege Norris lässt nicht nach und ähnelt dem durch Verstappen bei Red Bull.

Wie es mit dem Honey Badger weitergeht, wird man sehen müssen. Vielleicht kehrt er noch diese Saison zu alter Stärke zurück. Vielleicht fährt er aber auch schon nächstes Jahr Indycar oder Nascar, wer weiß :)

 

 

 

 

 

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