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Wladimir Wladimirowitsch Putin und Baschar Hafiz al-Assad sind beide gewalttätige Machthaber, die Ihren Reichtum und Ihre Macht aus dem Volke ziehen, das sie unterdrücken.

Auf den ersten Blick kann man viele Gemeinsamkeiten bei den beiden Staatschefs Putin und Assad erkennen. Beide beuten rücksichtslos ihr Volk aus, stellen sich keinen demokratischen Wahlen, räumen Gegner brutal aus dem Weg und berauschen sich an ihrer Macht. Beide jedoch lieben den Westen, Putin Deutschland, wo er viele Jahre verbracht hat und Assad England, wo er seine Frau kennengelernt hat.

Der Weg den beide zur Macht genommen haben könnte unterschiedlicher nicht sein:

bild bei nosvox

Wladimir Putin wuchs in typisch kommunistischen Verhältnissen auf. Auf 20 qm wohnte er mit seinem strengen Vater, einem Fabrikarbeiter und überzeugten Kommunisten, und seiner Mutter, Küche und Bad musste man sich mit den Nachbarn teilen. Schon früh lernt er das Recht des stärkeren zu schätzen, er wird Judomeister in Leningrad und ist häufig in Schlägereien verwickelt. Fasziniert von Geheimdienst KGB bewirbt er sich schon mit 15 Jahren um Aufnahme, muss aber warten bis er nach der Schule ein Jurastudium absolviert hat. Er bringt es später zum Oberstleutnant und ist in Dresden, wo auch eine seiner beiden Töchter geboren wird, für die Auslandsspionage verantwortlich. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Ostens geht er nach Moskau und wird ein Parteisoldat. Er dient sich nach oben bis zum Günstling von Staatschef Boris Jelzin, der ihn zu seinem Nachfolger macht. Er macht sich einen Namen in der Bevölkerung als er den Terrorismus, der aus Tschetschenien kommt gnadenlos bekämpft, jede Einmischung des Westens unterbindet und den Wehretat des Russen um 50% erhöht. Er lässt sich die Zügel des Reiches nicht mehr aus der Hand nehmen, umgeht die Verfassung, die ihn eigentlich nur 8 Jahre Ministerpräsident sein lässt und herrscht faktisch wie ein Zar seit 1999 ununterbrochen. Durch ein geschicktes Spionagenetzwerk hält er sich seine Feinde vom Leib und zwing den russischen Geldadel zur Treue.

bild bei nosvox

Bascher Assad kommt als zweiter Sohn vom damaligen Luftwaffenchef in Syrien Hafiz Al-Assad zur Welt und verlebt ein weitgehend ruhiges Leben im Schatten seines Bruders Basil und seines übermächtig wirkenden Vaters, der 1968 die Macht in Syrien übernimmt. Assad hat ein sehr distanziertes Verhältnis zu seinem Vater, studiert in Damaskus und London Medizin und wird Augenarzt. 1994 gerät der bis dahin unbekannte Baschar plötzlich in den Fokus der Öffentlichkeit, sein älterer Bruder Basil stirbt und er wird plötzlich zum Nachfolger seines Vaters aufgebaut. Er macht einen Schnellkurs beim Militär und rückt in schnellen Sprüngen an die Spitze des Militärs, ohne wirklichen militärischen Sachverstand zu besitzen. 2000 stirbt sein Vater und er wird der neue Staatschef von Syrien. Anfangs erhoffen sich die Bevölkerung und der Westen Reformen, da er ja lange im Westen gelebt hat, alle werden aber sehr schnell enttäuscht. Assad geht konsequent gegen Gegner des Regimes vor und erhält seine Macht mit Gewalt und Unterdrückung aufrecht bis zum heutigen Tage.

Während Putin sich seinen Weg zur Macht hart erarbeitet hat, wird Assad alles in den Schoss gelegt. Putin ist durch seinen Werdegang allerdings deutlich verschlagener und geschickter als Assad. Er sichert sich einerseits durch Gewalt seine Macht, andererseits aber auch durch geschickte Freundschaften, wie mit dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Dieser wird nicht müde zu betonen, was Putin für ein lupenreiner Demokrat sei. Assad hingegen geht rücksichtslos seinen Weg, ohne auf andere Rücksicht zu nehmen. Er schert sich nicht um sein Ansehen im Westen, da er Gegenwind nicht gewohnt ist.

Warum nur hält Putin weiter zu Assad? Nicht nur, weil er in ihm einen treuen Verbündeten hat, keine andere Großmacht will sich mit Assad verbünden, und wahrscheinlich einen Abnehmer von Waffen. Putin braucht Leute wie Assad, die durch ihr Land randalieren, um der Weltbevölkerung zu zeigen, dass es schlimmere gibt als ihn und von den eigenen Untaten abzulenken. Es gibt immer einen schlimmeren und in diesem Fall ist es der dümmere der beiden.

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