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Seltsame Schiedsrichterentscheidungen werden auf der ganzen Welt diskutiert, aber was steckt dahinter? Wer sind die Funktionäre, die über die Auslegung entscheiden? Ist die Schiedsrichterkommision durchsetzt von Seilschaften?

Der Schiedsrichter ist der wichtigste Mann auf dem Platz und sollte trotzdem bestenfalls gar nicht wahrgenommen werden. Diskussionen werden wohl nie verhindert werden und gehören absolut zum Fußball wie das Toreschießen, aber wenn die Diskussionen über die Schiedsrichter weltweit die Schlagzeilen beherrschen, dann läuft irgendetwas falsch und schadet dem Fußball sehr schwer!



Die Regelauslegung der Schiedsrichter wurde vor der WM als "sehr korrekt" angekündigt, der normale Fan nennt das "kleinlich". Wenn das Wort kleinlich in den Mund genommen wird, dann steht das für eine schlechte Schiedsrichterleistung ohne Fingerspitzengefühl. Die Folge ist eine Kartenflut sondergleichen mit zum Teil haarsträubenden roten Karten. Hier wird massiv in das Spiel eingegriffen und Mannschaften sowie Spielern die WM kaputt gemacht. Selbst ruhige Zeitgenossen, wie Ottmar Hitzfeld zweifellos einer ist, verlieren die Fassung dabei. Der Schweizer Nationalcoach wünschte den Saudi Arabischen Schiedsrichter nach der roten Karte gegen Behrami im Spiel gegen Chile wieder an den Strand und nicht auf einen WM-Platz.

Gerade das Fingerspitzengefühl und das "in eine Partie hineindenken", hat so große Schiedsrichter wie den Italiener Collina, oder die deutschen Merk und Heynemann ausgezeichnet. Die ehemaligen Spitzenschiedsrichter wurden nun zu der aktuellen Schiedsrichterdiskussion gefragt und gaben in der "Welt" interessante Einblicke, auch über die FIFA-Schiedrichterkommision.

Die Fifa-Schiedsrichterkommission ist zuständig für die Auswahl der WM-Schiedsrichter und die Besetzung der einzelnen Spiele. Vorsitzender der Kommision ist der Spanier Angel Maria Villar Llona. Einige Mitglieder der Kommission werden mit Korruption, Bestechung und anderen Verbrechen in Verbindung gebracht. Zum Beispiel der Pole Michal Listkiewicz, der in Polen als Verbandsvorsitzender auf massiven Druck der Regierung zurücktreten musste, oder Brasiliens Verbandspräsident Ricardo Teixeira, ehemals Schwiegersohn des Fifa-Ehrenpräsidenten João Havelange und Vize-Chef der Kommission. Das sind keine Männer, denen man eine Kommission anvertraut, die für Unabhängigkeit, Neutralität und Fairness stehen soll.

Markus Merk findet alamierende Worte über die Kommission: "Die Fifa- Schiedsrichterkommission ist überwiegend in spanischer Hand. Die Führung ist leider unberechenbar, darunter leiden vor allem die Schiedsrichter. Insgesamt ist das Vertrauen in die Kommission nicht sehr hoch."

Ex Fifa-Schiedsrichter Bernd Heynemann bemängelt, dass bei einer WM die besten Schiedsrichter der Welt pfeiffen sollten und nicht jeweils die besten von den Kontinenten. Normalerweise wären die WM-Schiedsrichter ca. 25 Europäer, 6 Südamerikaner und vielleicht 1 Asiate. Mit der Vergabe an alle Kontinente würden Machtstrukturen und Wahlen abgesichert werden.

Nun pfeift das Spiel Deutschland gegen Ghana heute Abend ein gewisser Carlos Simon, der bereits zum dritten mal bei einer WM dabei ist. Der Brasilianer war in seinem Heimatland, das gewiss nicht so streng gegen Manipulation vorgeht, wie man das in Westeuropa gewohnt ist, bereits sechs Wochen wegen Spielmanipulation gesperrt. Was hat so einer bei einer WM verloren? Hätte wir doch Robert Hoyzer nominieren sollen?



Abschließend sollte man noch die Meinung der FIFA berücksichtigen, die mit den Leistungen ihrer Schiedsrichter "äußerst zufrieden" ist, "die Schiedsrichter haben die Erwartungen, die in sie gesetzt wurde bisher voll erfüllt". Spätestens jetzt muss man Angst um König Fußball haben! 

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