Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Mario Gomez enttäuscht auf ganzer Linie, Serdar Tasci findet gar nicht statt, Bierhoff merkt selber, dass er nicht unbedingt gebraucht wird.

Das WM-Turnier in Südafrika ist aus deutscher Sicht sehr gut, wenn auch nicht überragend gelaufen. Viele Spieler der jungen deutschen Mannschaft dürfen sich als Gewinner fühlen, es fallen hingegen nur zwei von einem starken Kollektiv ab. Einige sind einfach im Strom mitgeschwommen, ohne groß aufzufallen, haben aber wichtige Erfahrungen gemacht und werden dieses Erlebnis nutzen, um stärker in die neue Saison zu starten. Ein Aogo zum Beispiel hat nicht mit der WM-Teilnahme gerechnet, hat ein Spiel absolviert und unvergessliche Erfahrungen und Eindrücke gedammelt.



Mario Gomez ist der größte Verlierer in der deutschen Elf. Vor zwei Jahren noch als einer DER Hoffnungsträger in die EM gestartet und nun ein Sorgenkind von der Nationalelf und dem FC Bayern. Vor zwei Jahren schon hat eine Katastrophen-Europameisterschaft seinen Ruf arg ramponiert und den Ruf eines Stolperers begründet. Nach starken Leistungen in Stuttgart hat dann der FC Bayern stolze 30 Millionen für den Mittelstürmer ausgegeben - zum Vergleich, ein Robben und Ribery haben nur je 25 Millionen Euro gekostet - die Leistung jedoch war sehr durchwachsen und in der wichtigen Phase am Ende der Saison erhielt regelmäßig der Kroate Olic den Vorzug. Dennoch war Gomez eine Hoffnungsfigur für die Weltmeisterschaft und galt im Vorfeld als gesetzt. Einige ganz schwache Einwechslungen später wird er jedoch als Flipper verspottet und jeder Fan am Fernseher fragt sich woher die Niebelungentreue kommt, die Jogi Löw dem Bayern entgegenbringt. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Stürmer wieder berappelt, oder ob Nationalmannschaft und FC Bayern nicht doch eine Nummer zu groß sind für ihn. Gerüchte besagen bereits, dass der FC Bayern ihn gegen den Wolfsburger Star Edin Dzeko eintauschen wollte, was jedoch von Gomez abgelehnt wurde.



Serdar Tasci scheint wieder einmal an der eigenen Selbstüberschätzung zu scheitern und rückt ins Abseits. Auch er schien vor der WM eine feste Größe bei Löw zu sein, allerdings weniger wegen seinen Qualitäten, eher wegen dem Mangel an guten Innenverteidigern. Auch bei Stuttgart war er in der letzten Saison weniger durch Leistungen aufgefallen, sondern eher durch die wiederholten Forderungen nach dem Kapitänsamt und die lange Schmollecke in die er sich zurückgezogen hat, nachdem das Amt an den anderen Innenverteidiger Dellpiere ging. Mit 22 und wechselhaften Leistungen sollte man sich nicht zu angreifbar machen, wenn es einmal nicht so läuft. Immer wieder hat er mit Angeboten von Größen wie Juventus Turin kokettiert, ohne die erforderliche Leistung zu bringen. Bei der WM wurde er jetzt bei seinem einzigen Einsatz in der Nachspielzeit des kleinen Finales eingewechselt und verbrachte den Rest der Zeit auf der Bank. Auch nach eigener Aussage war es für ihn eine WM zum vergessen.

Der letzte Verlierer stand eigentlich schon vor dem Turnier fest und ist der Manager Oliver Bierhoff. Er stand sinnbildlich für die überzogenen Forderungen des deutschen Trainerteams für eine mögliche Vertragsverlängerung, seltsamerweise traf nur ihn der Zorn der Öffentlichkeit, Löw blieb davon verschont. Seitdem wird er sehr negativ wahrgenommen und es war klar, wenn nichts außergewöhnliches passiert, dann hat keiner ein gesteigertes Interesse an einer Fortsetzung seiner Arbeit. Das außergewöhnliche blieb aus und selbst Löw hat die Zeichen der Zeit erkannt und ist von ihm abgerückt. Jetzt hat er sich Bedenkzeit erbeten, um sich klar zu werden, wie es mit ihm weitergeht. Bei wem er sich die Bedenkzeit erbeten hat, dass ist nicht klar, denn ein Angebot des DFB liegt ihm derzeit gar nicht vor.

Diesen Artikel teilen:



Um Kommentare abzugeben, bitte anmelden bzw. registrieren.