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Wettskandal in Italien und riesige Schuldenberge in Spanien. Währen in England die Schulden wenigstens von reichen Clubbesitzern getragen werden, haben die deutschen mit strengen Kontrollen meist keine Chance im Rennen um die Topstars. Wie lange soll das noch so gehen?

bild bei nosvox

Italien wird - wieder einmal - von einem Wettskandal erschüttert. Während in Deutschland die Wettproblematik die unteren und schlechter bezahlten Ligen betroffen hat, sind in Italien selbst Topverdiener und Nationalspieler unter den Übeltätern. Selbst ein Weltstar wie der italienische Nationaltorwart Buffon scheint ein unrühmliche Rolle zu spielen. Er hat wohl in größerem Ausmaße auf Spiele gewettet und allein im Jahre 2010 1,8 Millionen € an ein Wettbüro gezahlt, obwohl es in Italien Fußballern verboten ist zu wetten.

In Spanien spielen sich andere aber genauso skandalöse Wettbewerbsverzerrungen ab. Die spanischen Fußballclubs sind mit über 800 Millionen € allein beim Fiskus verschuldet. Was in Deutschland nicht möglich wäre, wird aber in einem Land, das kurz vor der Pleite steht diskutiert, nämlich einen Erlass der Schulden. Da überkommt nicht nur den deutschen Fußballfan das Grauen, sondern auch den deutschen Steuerzahler, der ein weiteres Hilfspaket einer Eurolandes auf sich zukommen sieht. Trotzdem stehen in Spanien Stars in Lohn und Brot, die sich die deutschen Clubs - mit Ausnahme der Bayern - durch die Bank nicht leisten können, obwohl hierzulande die meisten Fans in die Stadien strömen und die größten Umsätze gemacht werden.

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Die UEFA schickt sich an ein finanzielles Lizenzierungsverfahren auf den Weg zu bringen, das die Klubs bestrafen soll, die zu große Verluste machen. Es bleibt zu hoffen, dass sich das nicht als heiße Luft entpuppt, sondern eine wirkliche Chancengleichheit darstellt. Dann werden wir die großen Weltstars öfter live in deutschen Stadien bestaunen können und nicht nur, wenn Engländer, Spanier und Italiener in der Championsleague nach Deutschland reisen.

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