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RB Leipzig, VFL Wolfsburg, FC Ingolstadt und auch Bayer Leverkusen spalten die Fans. Sind finanzierte Clubs wirklich das Ende des echten Fußballs oder eine Ergänzung bzw. Anpassung an unsere Zeit?

bild bei nosvox


"Echte Fans" von alten Traditionsvereinen verabscheuen die sogenannten Retortenclubs, die nur durch Geld ind die Beletage des deutschen Fußballs aufgestiegen sind und den altehrwürdigen Clubs, wie FC Kaiserslauter, VFB Stuttgart - die Liste ist unendlich weiterzuführen - den Platz an der Sonne klauen. Zu allem Überfluß spielen sie nicht nur erfolgreich, sondern ziehen auch wenig Fans in die Stadien und bringen so für den Rest auch noch finanzielle Nachteile mit!

Soweit die Einschätzung der Fans der Traditionsclubs, die aus Solidarität mit den eigenen Fans von den Vorständen und Managern der Vereine auch noch so mitgetragen wird.

Die ganze Debatte ist eigentlich äußerst verlogen. Nicht nur ein Verein wie 1860 München, der offen von einem jordanischen Geschäftsmann - definitiv kein Fan oder Freund des Vereins - gelenkt wird, auch eine Borrussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ist von einem romantischen Verein Lichtjahre entfernt. Angeblich entscheidet Frau Hoeneß mit einem bescheidenen Aktiendepot mit über den Erzfeind der Bayern! Vereine verkaufen ihre Seele an Sponsoren und Investoren und jammern über zahlungskräftige Investoren, welche die Seele des Fußballs zerstören.

Die Seele des Fußballs exisitert maximal noch bei alten eingefleischten Fans, aber auch bei denen hört in dem Moment der Spaß auf, wenn kein Erfolg da ist. Sportlich rauf und wieder runter wird von keinem mehr akzeptiert. Die Traditionalisten der 60er sind dankbar, dass der Investor den Verein gerettet hat, auch wenn sie sich heute ein ums andere Mal die Haare ob seiner Entscheidungen raufen.

Man kann die Entwicklung nicht aufhalten, Fußball ist heute ein Geschäft, das zwar von Emotionen gelenkt, letztendlich aber vom Geld bestimmt wird. VW kann im Jahr 400 Millionen in die Formel 1 investieren, wie Mercedes, oder 100 Millionen in Fußball. Welche Werbewirksamkeit höher ist, das Bild kann sich jeder selber machen.

Dazu darf man viele Vorteile nicht vernachlässigen, Investoren bringen Stars und Spektakel in unsere von langweiligen Meisterschaften der Bayern geprägte Bundesliga! RB Leipzig spielt einen frischen Offensivfußball mit einem Kaderbudget, das ein Drittel vom dem der chronisch erfolglosen Schalker beträgt. Dazu sprechen sie eine ganz neue Zielgruppe von Fans an, junge Leute, die Interesse am Fußball haben! Die RB Fans haben keine Intention jedes Wochenende durch die Republik zu gondeln und Krawall zu machen. Sie wollen einfach Fußball schauen.

Der Fußballfan sollte sich an die Retortenvereine gewöhnen, sie bereichern den Fußball und zerstören ihn nicht. Manche werden sich halten und manche nicht, in 30 Jahren werden auch einige von ihnen Traditionsvereine sein. Bayer Leverkusen macht es vor, sie wollen sich mit aller Gewalt von Vereinen wie Leipzig und Ingolstadt abgrenzen, sind aber nix anderes, nur länger dabei!





Kommentare  

+1 #1 natalie fischer-stabauer 2017-02-16 17:10
Wenn der Kommerz erst in die Herzen Einzug gehalten hat, ist es vorbei mit Leidenschaft und echter Fankultur!!!! Fußball ist keine Mathematik!
So kann nur einer schreiben, der noch nie mit seinem Verein wirklich gelitten hat!!!!

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