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In 16 Tagen ist es soweit. Dann beginnt endlich die Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika. Von Weltmeisterschaftsstimmung ist in Deutschland aber wenig zu spüren. Es gibt zwar täglich Meldungen dazu, aber die Schmetterlinge im Bauch, die pure Freude auf mitreißende Spiele und die gedankliche Vorbereitung, wo man welches Spiel anschauen möchte, fehlen. Dabei sind es doch nur noch 16 Tage!

Denkt man an die WM 2006 in Deutschland zurück - da wurde um diese Zeit schon mitgefiebert und in den Medien gezetert, als wäre die WM schon vorbei. Man braucht sich dazu nur die Vorstellung von Klinsmann nach der Italienpleite in Erinnerung zu rufen. Da wurde vom "Grinsi-Klinsi" gesprochen und Kaiser Franz selbst musste öffentlich eingreifen, um eine Trainerdiskussion gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Ob das nun positive Gefühle waren, die einen da so beschlichen haben ist dabei völlig gleichgültig. Niederlagen und Tränen gehören nun einmal zum Fußball dazu. Auf alle Fälle gab es in jedem Büro und in jeder Kantine kein anderes Thema mehr. Das fehlt in den heutigen Tagen komplett.

Sogar der schwerwiegende Ausfall von Kapitän Michael Ballack, der immerhin einige Emotionen wecken konnte, wird mittlerweile als gegeben hingenommen. Wo sind die hitzigen Diskussionen um einen Nachfolger? Wo sind die Experten wie Netzer und co, die ein grandioses Scheitern bei der WM prophezeien? Es wird einfach nur berichtet. Aber die wirkliche Aufregung kommt nicht an.



Es könnte sein, dass die Ursache dafür die harmlose Art von Jogi  ist. Jeder Streit wird von ihm völlig unemotional aufgenommen. Er ist überhaupt keine Reizfigur. Ein wenig erinnert er an Kanzlerin Merkel. Wenn Kritik aufkommt, wird nur sachlich etwas angesprochen und danach macht er eh wieder was er will. Nie stellt er sich vor einen Spieler (außer er heißt Podolski und verteilt Ohrfeigen an den Kapitän). Er gibt auch keine Statements zu Thorsten Frings ab, die wenigstens mal einen Ansatz zu Diskussion eröffnen würden.

In den Medien ist er immer nur der "liebe Herr Löw". Hinter den Kulissen mobbt er ohne Gegenwehr etablierte Spieler davon und pokert um große Verträge. Ist das alles wirklich so sympathisch? Da war der Klinsmann wirklich ein anderes Kaliber an dem man sich so richtig austoben konnte. Herr Löw sollte sich davon eine Scheibe abschneiden und endlich mal ein wenig polarisieren. Ein Spruch wie "der Frings spielt zwar super Fußball, aber ich mag ihn halt einfach nicht" oder "wir werden den Boateng zum Dank schon auch mal aus den Socken treten" wäre mal recht.

Dann könnten die endlosen Gespräche beginnen und das Fußballfieber würde schlagartig ansteigen!!!

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