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Mit fremdem Schaden ist wohlfeil klug zu werden


Bevor das CO2-Thema den Menschen die ganze Lebensfreude verdrießt und die Ungleichbehandlung der verschiedenen Bevölkerungsschichten noch stärker hervortritt, möchte ich Folgendes vorschlagen:

Jeder Bürger, ob Kind oder Erwachsener, erhält ein CO2-Konto. Dieses Konto entspricht einem Betrag, der sich beispielsweise aus Heizkosten, einem 4-Zylinder-Auto und einem Flug von zwei Stunden zusammensetzt.
Jeder, der dieses Konto überzieht, muss sich einen CO2-Bonus von jemandem kaufen, der weder viel fliegt, noch Auto fährt und im Extremfall noch nicht einmal Heizkosten hat.
Diese Situation macht zu allererst einmal jedem bewusst, wie viel er verbraucht, wie viel er der Gesellschaft nimmt und bewusst sparen kann. Zum ersten Mal ist es so möglich, dass selbst der Clochard an der Straßenecke eine CO2-Bilanz anzubieten hat, die er Vielfliegern oder Autofahrern mit 8-12-Zylinder-Wagen anzubieten hat. Endlich ist der Mensch wertvoller, auch ohne einen Komfort, ein wahrgenommener und bewusster Mitbürger. So kann sich jeder, der über seine Bilanz lebt um diese Menschen bemühen, und sie so aufwerten.
So wird das Prekariat nicht auch noch für den Luxus der Reichen missbraucht.

Ich freue mich über jeden Kommentar.

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Kommentare  

+1 #6 Christine Grabosch 2014-01-18 10:39
Ich halte die Idee für sehr spannend. Böte es doch die Chance, das ein jeder bewusster mit seinen Ressourcen umginge. Es zeigte auch, dass jemand, der weniger verbraucht, weniger Luxus lebt, durchaus auch einen wichtigen Beitrg leistet. Die Frage wäre natürlich, wie das technisch zu machen wäre. Erhält jeder eine Karte mit einem Guthaben und der, der mehr verbraucht zahlt darüber beim Tanken oder Buchen einen Obolus?
Jedenfalls Danke an den Autor für diese schöne Idee.
+3 #5 Viktor Obermann 2010-10-26 14:59
U :cry: nd da wird wieder ein Ministerium für gegründet, wieder ein Heer von Beamten eingestellt, wieder ein Haufen Formulare erfunden, da haben wir ja von allem noch nicht genug, da brauchts noch ein bischen Bürokratie!
+3 #4 Thomas Krainer 2010-10-22 13:53
So eine CO2 Speicherkarte wäre wirklich gerecht. Schließlich verpesten die wohlhabenden ja wirklich die Luft der Ärmeren. In den verpesteten Fabrikgebieten wohnen eher Menschen mit geringeren Mitteln. Dann sollten diese wenigstens entschädigt werden!
-6 #3 Gerhard Schönfelder 2010-10-21 17:41
zitiere Christine Hausner:
Für jemanden, der sehr wenig verdient, ein kleines Auto fährt und nie in Urlaub fliegt, ist es sehr wohl gerecht, wenn man von jemandem, der viel verdienst und die Umwelt stark belastet als Ausgleich eine Zahlung erhält!


Diesem Jemand steht es allerdings frei viel zu verdienen, sich ein großes Auto zu kaufen und nicht mehr auf Ausgleichszahlungen angewiesen zu sein! :lol:
+5 #2 Christine Hausner 2010-10-21 17:38
Für jemanden, der sehr wenig verdient, ein kleines Auto fährt und nie in Urlaub fliegt, ist es sehr wohl gerecht, wenn man von jemandem, der viel verdienst und die Umwelt stark belastet als Ausgleich eine Zahlung erhält!
+8 #1 Gerhard Schönfelder 2010-10-21 17:22
Eigentlich eine gute Idee, aber das Problem wird sein, dass dann das "Prekariat" meint noch mehr Rechte an den Fleischtöpfen der Großverdiener zu haben, und mit ihren Forderungen immer dreister werden. Schon jetzt muss ein Großverdiender einen großen Teil seines Einkommens der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, was vor allem von sozial schwachen meistens nicht dankbar aufgenommen wird, sondern als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Ein CO2-Konto nach diesem Modell ändert nichts am CO2-Ausstoß, es nimmt nur den Leistungsträgern der Gesellschaft wieder etwas Selbstbestimmung und ist ein weiterer Schritt Richtung Kommunismus light.

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