Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv (1)
 

Beitragsseiten

Die Krankenpflege im Wandel –
Von der Jahrhundertwende bis 1945


Das Krankheitsverständnis für die Menschen der damaligen Zeit

Ab der Jahrhundertwende:
Das Krankheitsverständnis Anfang des 20. Jahrhunderts ist von der Forschung und medizinischen Entdeckungen geprägt. Man war sich bereits bewusst über die Entstehung und Übertragung vieler Krankheiten und arbeitete daran, Kranke Behandeln und Heilen zu können. Beispielsweise werden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereits verschiedene Impfstoffe (z.B. Diphterie, Keuchhusten, Tuberkulose, Tetanus, Influenza) entdeckt und verabreicht. Auch die Entdeckung der Röntgens (1895) und des Penicillins (1928) sind große Errungenschaften dieser Zeit. Auch Hygiene war kein Fremdwort mehr, so wurde hygienisches Arbeiten angestrebt, um Infektionen zu vermeiden. Trotzdem gibt es viele Erkrankungen, denen man zu dieser Zeit noch hilflos gegenüber stand und die stets Lebensgefahr bedeuteten, z.B. Scharlach, Masern oder Kinderlähmung. Eine gewisse Angst um die Gesundheit war ein ständiger Begleiter.

Nationalsozialismus:
Das Krankheitsverständnis änderte sich im Nationalsozialismus grundlegend. Nicht mehr das Wohlergehen der Kranken und Pflegebedürftigen steht im Vordergrund, sondern das Wohl des Volkes, das es zu schützen galt. So kam es zu den sog. Krankenmorden, der systematischen Ermordung von Kranken und Behinderten im Rahmen der nationalsozialistischen Rassenhygiene.

Heute:
Unser heutiges Krankheitsverständnis baut sich auf dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf. Durch Forschung und Entwicklung konnten wir die Kenntnisse der damaligen Zeit vertiefen und festigen. Heute gehören moderne Diagnosetechniken wie Sonographie, Nuklearmedizinische Diagnostik oder Computertomographie zum Standard und ermöglichen einen wesentlichen schnelleren und präzisieren Krankheitsbefund. Durch die moderne Medizin können Krankheiten aber nicht nur schneller erkannt, sondern auch schneller und effektiver behandelt werden. Erkrankungen, die vor 100 Jahren noch einen mehrwöchigen stationären Aufenthalt erforderten, können heute innerhalb weniger Tage geheilt werden. Trotzdem können auch in vielerlei Hinsicht Parallelen gezogen werden. Denn trotz fortschreitender Forschung gibt es auch heute noch Krankheiten, die nicht geheilt werden können und neue Erreger, gegen die die Medizin machtlos ist, z.B. HIV.



Die Versorgung der Kranken

Jahrhundertwende:
Zur Jahrhundertwende war die Krankenversorgung ganz allgemein ein Desaster. Die Krankenanstalten waren in einem unglaublichen Maße überfüllt. Die Aufnahme von Patienten trotz einer Dringlichkeitsbescheinigung ihres Arztes wegen einer akuten lebensgefährlichen Erkrankung wurde regelmäßig wegen Überbelegung abgelehnt. Ein Krankenbett zu erhaschen, war fast so etwas wie ein Lotteriegewinn. Der Schwerpunkt der Pflege lag auf der Grundpflege.


1. Weltkrieg (1914 - 1918):
Zu Zeiten des ersten Weltkriegs herrschten in Deutschland allgemein  sehr schlechte Lebensbedingungen. Deutschland hungerte. Unterernährung und Mangelkrankheiten erhöhten die Krankheitsanfälligkeit. Die Zahl der Tuberkulosekranken verdreifachte sich. Dazu wüteten 1918 Epidemien wie die Spanische Grippe, Australische Enzephalitis und Kinderlähmung, die viele Todesopfer forderten. Die Krankenpflegerinnen wurden dadurch nicht nur arbeitsmäßig überbelastet, immer dicht an der "Quelle" erhöhte sich auch die eigene Ansteckungsgefahr. Die Versorgung der zahlreichen Kranken war unter diesen Umständen sehr schwierig. Je länger der Krieg andauerte, desto mehr rückte die Versorgung der Kranken in den Hintergrund. In erste Linie konzentrierte sich die Pflege nur noch auf die  Aufrechterhaltung der pflegerischen Versorgung der Kriegsverletzten, die von der Front zurückkehrten.

Nachkriegsjahre:
Auch in den Nachkriegsjahren herrschte in Deutschland große Armut. Die Versorgung der Kranken bleibt schlecht. Durch gravierenden Personalmangel und Arbeitszeiten von bis zu 14 Stunden ist das Pflegepersonal oft völlig überfordert.

Nationalsozialismus:
Die Zeit während des Nationalsozialismus (1933-45) werden auch als die „dunklen Jahre der Krankenpflege“ bezeichnet.

Die zentralen Aufgaben der Krankenpflege waren einerseits die Versorgung von Kranken und Verletzten in Krankenhäusern, Sanatorien oder Kurkliniken. Dort wurden viele Pflegekräfte mit der Gewaltbereitschaft der Nationalsozialisten konfrontiert. Z.B. kam es nach großen Schlägereien mit der SA häufig zu sogenannten „Säuberungsaktionen“. Bewaffnete SA-Leute stürmten die naheliegenden Krankenhausambulanzen oder Rettungsstellen auf der Suche nach verletzten politischen Gegnern. Nicht selten wurden dabei Pflegekräfte und Ärzte massiv bedroht. Wenn sie versuchten, die Verletzten zu schützen, mussten sie damit rechnen, selber verprügelt zu werden.

Ein Teil des Pflegepersonals wurde auch in den Konzentrationslagern eingesetzt, die nach und nach eingerichtet wurden. Selbst Pflegekräfte mit den besten Absichten und großem Engagement bekamen dort in der Versorgung der Pflegebedürftigen deutlich ihre Grenzen aufgezeigt und wurden häufig gezwungen, gegen ihr Gewissen und Wissen zu handeln. Die KZ-Ärzte zwangen sie oft zu Handlungen, durch die sie Mittäter wurden und ihr Leben lang unter immensen Schuldgefühlen litten.

Ein neuer Schwerpunkt  lag auch in der sog. Gemeindepflege. Dieser Berufszweig wandelte sich von der Familien- und Krankenpflege in dieser Zeit hin zur Kontrollinstanz. Die Gemeindepflegerin überwachte den Gesundheitszustand der Bevölkerung durch Besuche zu Hause und war als Gesundheitserzieherin tätig. Sie entschied über Kinderlandverschickungen oder die Genehmigung von Erholungskuren und gaben Tipps zur Ernährung. Was sich für uns im ersten Moment modern und fortschrittlich anhört (der heutige Trend in der Pflege geht auch hin zur Gesundheitspflege und Prävention), diente leider auch der Kontrolle des Gesundheitszustandes. So wurden Vorgesetzten über Missbildungen und Verhaltenabnormitäten von Patienten informiert. Eine Folge davon waren unzählige Zwangssterilisationen und -abtreibungen, die durchgeführt wurden. Es kam zu den ersten „Gnadentoden“ schwerbehinderter Kinder. Ab 1939 begann die systematische Kinder-Euthanasie, die später auch zur Erwachsenen-Euthanasie führte. Morde an geistig behinderten, psychisch kranken oder unheilbar kranken Menschen wurden per Gesetz legitimiert. Die betroffenen Kinder wurden in sog. Kinderfachabteilungen eingewiesen, wo sie von Ärzten und Pflegepersonal durch Medikamente, künstlich herbeigeführte Luftembolien oder durch Nahrungsentzug getötet wurden.


2. Weltkrieg (1939 – 1945)
Nach dem Kriegsausbruch verschlimmerte sich die medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung dramatisch. Ärzte und gut ausgebildete Pflegekräfte fehlten überall. Das DRK war dabei behilflich, über diese katastrophalen Bedingungen hinwegzutäuschen. Es wurden Leute in eine Rotkreuzuniform gesteckt, die von der Pflege wenig oder gar keine Ahnung hatten, um den Leuten vorzugaukeln, dass die Krankenversorgung gesichert sei. Berufsfremde konnten nicht ahnen, ob in einer Uniform nun eine gelernte oder eine ungelernte Kraft steckte.
Alle gelernten Kräfte wurden an die Front geschickt. Die Versorgung in Deutschland erfolgte fast ausschließlich durch ungelernte Hilfskräfte.




Die wichtigsten Schwerpunkte dieser Epoche:
Von der Nächstenliebe zur Professionalisierung

Pflege zur Jahrhundertwende
  • Zunehmende Versorgung der Kranken in Krankenhäusern (zuvor: häusliche Pflege durch teilweise ungelernte Pflegende). Zuwachs an Krankenhausbetten Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts um das Doppelte
  • Krankenversorgung war „Frauensache“. Sie verfügten über ein mitfühlendes Herz, körperliche Zähigkeit, zarte Hand… Außerdem wurde die Krankenpflege den Frauen überlassen, damit sie nicht in die Männerdomäne „Medizin“ eindringen. Die Krankenpflege war in ihren Augen weniger anspruchsvoll und wurde damit dem weiblichen Gehirn gerecht.
  • Es gab vorwiegend Ordensschwestern, die Krankenpflege aus ideologischen Gründen ausübten. Sie waren zusammengeschlossen in christlichen Schwesternschaften und durch das sog. Mutterhaussystem organisiert.
  • Mit Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr die Pflege einen großen Zuwachs durch sog. freie Pflegende. Bürgerliche Frauen, die beruflich tätig sein wollten, arbeiteten in der Pflege. Diese sogenannte freie Pflege war zu dieser Zeit keine angesehene Berufsgruppe. Den Frauen wurden unsittliche Gedanken beim Pflegen von kranken Männern unterstellt, während man annahm, dass geistliche Schwestern aufgrund ihres religiösen Auftrages der Nächstenliebe frei von unsittlichen Gedanken waren.

Die Arbeitsbedingungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Pflege lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: katastrophal. Vor allem freie Schwestern befanden sich in einem völlig rechtloser Status: keine Tarifverträge, Arbeitszeit durchschnittlich 12 – 14 Stunden pro Tag, keine Pausen), die Bezahlung reichte kaum zum Überleben. Persönlichkeitsrechte waren stark beschnitten, z.B. Heiratsverbot für Frauen, kontrollierter Ausgang), Vorschrift von ungesunder Kleidung (eng geschnürte Korsetts).


Ab 1903: Zeit des Fortschritts und der Professionalisierung
  • 1903 Gründung der ersten freien Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands (B.O.) durch Agnes Karll. (Bisher gab es nur Schwesternschaften kirchlicher Träger).
  • 1907 1. Krankenpflegegesetz in Preußen => Einführung einer einjährigen Ausbildung (inkl. Staatlicher Prüfung).
    Die "Vorschriften über die staatliche Prüfung von Krankenpflegepersonen" wurde eingeführt, d.h., die Schwestern und Wärter legten künftig staatliche Prüfungen ab. In Anlehnung an die Vorschriften von Preußen zogen alle anderen Reichsgebiete nach, zuletzt Bayern 1924.
    Verbesserung der Arbeitsbedingungen für ausgebildete Krankenschwestern und Schüler:
    • Arbeitgeber musste sich zur Ausbildung verpflichten
    • AG musste Beitragszahlungen an die staatliche Invaliditäts- und Altersversorgung übernehmen
    • Tägliche Arbeitszeit wurden auf max. 11 Stunden begrenzt
    • Verbesserte Dienstszeiten, gesicherte Pausen und bezahlten Urlaub
    • Sicherung bei Arbeitsunfähigkeit
  • 1912 Einrichtung des ersten Hochschullehrgangs für Oberinnen und Leiterinnen. Von Krankenpflegeschule in Leipzig ins Leben gerufen (Unterrichtet wurden die anatomisch- physiologische Begründung der Krankenpflege, Grundlagen der Volkswirtschaft und Sozialpolitik, Psychologie, Pädagogik)

Zerstörung des Fortschrittes durch den 1. Weltkrieg:
Die Bemühungen zur Vereinheitlichung der Krankenpflegeausbildung und der Arbeitsbedingungen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Ländern wurden unterbrochen.

Zustand nach dem 1. Weltkrieg: Die Professionalisierung schreitet langsam weiter voran…
  • 1919 Pflegekräfte dürfen erstmal den bestehenden Gewerkschaften beitreten. Die Gewerkschaften erarbeiten einen Gesetzentwurf über die Arbeitszeit aller Pflegepersonen (max. 8 Stunden Arbeitszeit täglich oder 48 Stunden wöchentlich). Dieser wurde allerdings abgelehnt. Die Ideologie und die Nächstenliebe, die fest mit dem Pflegeberuf verbunden war, stand auch zu dieser Zeit noch an erster Stelle. Nicht nur Krankenhausträger und Chefärzte waren entrüstet, sonder sogar die Schwesternschaften und Berufsverbänden selber. Man wollte nicht mit gewöhnlichen Angestellten/Arbeitern gleichgestellt werden.  Die Ideologie geht dadurch verloren.
  • 1921 Neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung =>zweijährige Ausbildung (die Regelung galt Deutschlandweit).
    Die kirchlichen geführten Mutterhäuser wehrten sich gegen diese Verordnung. Sie waren gegen eine staatliche Regelung, da sie befürchteten, die Pflege werde immer offener für Personen ohne christliche Motivation. Außerdem wollten sie eine staatliche Kontrolle vermeiden. Da sie sehr großen Einfluss hatten, erreichten sie auch tatsächlich, dass die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zwar eingeführt, aber unverbindlich blieb.
  • 1924 KRAZO - Verordnung über die Arbeitszeit in Krankenpflegeanstalten => Einführung des 10-Stunden-Tag (bei max. 60 Wochenstunden). Eingeführt durch Gewerkschaften. Galt bis 1985!

Wandel im Nationalsozialismus – Stopp der Professionalisierung
Im Nationalsozialismus wurde die Krankenpflege komplett neu organisiert - mit zwei Zielen:
    • Die Vereinheitlichung und organisatorische Straffung der vielen verschiedenen, zersplitterten Berufsverbände
    • Und eine inhaltliche Gleichschaltung, um den Einfluss der Verbände zu steigern, die nationalsozialistische Ziele vertraten
  • 1931 Gründung der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV). Wichtigster Gesundheitsverband während des Nationalsozialismus. Ihm unterstanden alle Hilfswerke und -institutionen, z.B. die Gemeindepflege, Jugendhilfe, Mutter-Kind-Hilfswerk usw.
  • 1933-1936 Umstrukturierung und Auflösung freier Gewerkschaften und Schwesternverbände. Zwangsmitgliedschaft in der DAF (Deutsche Arbeiterfront) für alle Pflegenden.
  • Ab 1936 ausschließlich NSDAP kontrollierte NS-Schwesternverbände, z.B. NSV-Schwesternschaft („Elite-Schwesternschaft“ oder auch „Braune Schwestern“)
  • 1938 Gesetz zur Ordnung der Krankenpflege (reichsweit gültig)
    • öffentliche Krankenanstalten wurden zur Einrichtung einer Krankenpflegeschule verpflichtet (Ziel: Anzahl ausgebildeter Krankenschwestern zu erhöhen)
    • Einbindung der Nürnberger Rassengesetzte (Ausschluss jüdischer Bewerber)
    • Zugangsvoraussetzung: politische Zuverlässigkeit, man musste  „deutschen oder artverwandten Blutes“ sein
    • Die Leitung der Krankenpflegeschulen durfte ausschließlich durch Ärzte erfolgen, die nach nationalsozialistischen Vorstellungen „sittlich und politisch“ zuverlässig waren
    • Die Ausbildungsdauer wurde auf eineinhalb Jahre verkürzt, aber: die Erteilung der Berufserlaubnis erfolgte erst nach einem Jahr der Berufstätigkeit.


Agnes Karll – Reformerin der deutschen Krankenpflege

*25. März 1868 in Niedersachen
  • 1887 A. Karll beginnt mit der „Krankenpflegeausbildung“ im Clementinenhaus in Hannover beim Roten Kreuz.(Ordenshaus). Sie arbeitet dort bis 1890. Bereits in der Ausbildungszeit erkannte sie die gravierenden Missstände in der Pflege und erkannte für sich, dass Änderungen nur möglich seien durch die eigene Initiative.
  • 1891 freiberufliche Pflege in Berlin; Arbeit in der privaten Hauskrankenpflege.
  • 1894 Begleitung einer Patientin in die USA und wurde so mit dem dortigen Krankenpflegesystem konfrontiert, das bereits deutlich fortschrittlicher war als in Deutschland
  • 1896 Erste Überlegungen für die Gründung eines Pflegeverbands.
  • 1901 Agnes Karll muss aus gesundheitlichen Gründen den Pflegeberuf aufgeben, hat sich aber weiterhin für die Arbeitsbedingungen in der Pflege eingesetzt
  • 1902 tat sie sich mit drei weiteren Schwestern zusammen und erarbeitete eine Satzung für einen freien Berufsverband der Krankenschwestern
  • 1903 gründete sie zusammen mit 30 weiteren Schwestern die „Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands“ abgekürzt BO. Arbeitsschwerpunkte der BO waren internationale Zusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Agnes Karll war der Meinung, dass man an den Missständen in der Pflege nur etwas ändern kann, wenn man die Öffentlichkeit darauf aufmerksam macht.  
  • Zeitgleich setzte sie sich dafür ein, dass sich die Anrede „Schwester“ für alle Pflegenden, auch die freien Pflegenden, durchsetzte. Agnes Karll wollte dies, um eine Abwertung gegenüber der Mutterhausschwestern zu vermeiden, die zu dieser Zeit höheres Ansehen hatten.
  • 17.7.1904 gründeten England, USA und Deutschland den International Council of Nurses - Weltbund der Pflegerinnen(ICN); A. Karll tritt mit ihrer Berufsorganisation dem ICN bei.
  • 1907 In Preußen trat das erste Krankenpflegegesetz und somit die erste Prüfungsordnung in Kraft. Darauf folgte die erste gesetzliche Ausbildung. An der Ausarbeitung der Richtlinien war A. Karll maßgeblich beteiligt.
  • 1909 Agnes Karll wird 1. Vorsitzende (Präsidentin) des ICN
  • 1926 leitet sie nationalen Kongress zur Krankenpflege in Düsseldorf
  • †12. Februar 1927 stirbt Agnes Karll in Berlin an Krebs
Nach dem Tod von Agnes Karll ging es mit dem Verband abwärts. Nachdem er 1933 erst teilweise in seiner Arbeit eingeschränkt wurde, kam 1936 das vollständige Verbot durch das NS-Regime. Die Schwestern mussten sich der Reichsschaft der NS-Schwestern anschließen. Nach dem Krieg wurde der Verband wieder neu aufgebaut, nannte sich aber nicht mehr BO, sondern nach seiner Gründerin „Agnes-Karll-Verband“ (AKV). 1973 schloss sich der AKV mit mehreren Verbänden zum „Deutschens Berufsverband für Krankenpflege“ (DBfK) zusammen.

Diesen Artikel teilen:



Kommentare  

+6 #1 Christian Williams 2013-08-01 20:58
Ziemlich interessant! War sicherlich sehr aufwändig zu recherchieren, oder?
Aber man bekommt einen recht deutlichen Eindruck, was sich hier in den wenigen Jahren alles getan hat!
Da haben wir es doch heute eigentlich richtig gut :lol:

Um Kommentare abzugeben, bitte anmelden bzw. registrieren.