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Bundespräsident Gauck besucht Israel und Palästina. Er unterstützt Israel und wirkt distanziert auf die Palästinenser. Wo kommt die Aura und die Beliebtheit des Bundespräsidenten her?

bild bei nosvox

Joachim Gauck hat für Aufsehen gesorgt bei seinem Staatsbesuch in Israel. Natürlich reist ein deutsches Staatsoberhaupt nach Israel und entschuldigt sich im Namen des deutschen Volkes für die schrecklichen Verbrechen aus der NS-Zeit. Selbstverständlich ist der Besuch, aber nicht die Art, wie Gauck seine Anteilnahme rüber bringt. Er wirkt als wähle er keine wohlüberlegten Worte, sonder als spräche er das aus, was er wirklich denkt. Beim Treffen mit Palästinenserführer Abbas erleben wir einen deutlich kühleren Joachim Gauck, klar macht, von wem er ein Einlenken erwartet, nämlich von den Palästinensern. Nur durch Verhandlungen kann Frieden entstehen, nicht durch Gewalt. In Israel hatte er noch mitgeteilt, dass Deutschland immer ein Verbündeter Israels sein werde.

Entgegen den meisten Volksvertretern, die in geschliffener Sprache reden können, ohne das einem eine Zeile in Erinnerung bleibt und nur darauf bedacht nichts Falsches zu sagen und keine negativen Schlagzeilen zu produzieren, drückt der 11. Bundespräsident der Deutschen sehr klar seine Haltung auch zu kritischen Themen aus.

Es geht ihm eben nicht darum eine gute Presse zu bekommen und den Leuten nach dem Mund zu reden, ohne anzuecken. Er möchte auch kein unbequemer Querdenker sein. Er möchte, das hat er oft betont, die Freiheit stärken und ins Bewusstsein rufen, dass die diese keine Selbstverständlichkeit ist und immer gestärkt werden muss.

Gauck hat den Großteil seines Lebens unter Beobachtung und Repressalien von Stasi und kommunistischer Partei in Ostdeutschland zugebracht. Er durfte nie sagen, was er dachte und wusste nie was mit ihm noch alles passieren konnte. Dieser Mann liebt die Meinungsfreiheit und nimmt Stellung, wenn er gefragt wird. Das bringt ihm eine große Glaubwürdigkeit und man nimmt ihm ab, was er sagt.

Es mag Bundespräsidenten gegeben haben, die mehr Einfühlungsvermögen bewiesen haben und verbindlicher waren, aber glaubwürdiger war wohl keiner!

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