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Warum immer nur die Sozialschwachen?

Dieser Artikel richtet sich an diejenigen, die gegen einen Tankrabatt für alle sind.

An diejenigen, die lieber nur die Sozialschwachen entlasten wollen.

An diejenigen, die dagegen sind, dass auch „Porschefahrer“ vom Tankrabatt profitieren. Aber ihnen ist nicht klar, dass die „Porschefahrer“ oder Menschen mit zwei oder mehr Fahrzeugen, bisher auch wesentlich mehr zum Bruttoinlandsprodukt beitrugen und Steuern zahlten als ein „Sozialschwacher“.

Die Mittelschicht fährt keine drei Autos, weil sie sich das leisten kann, sondern weil sie diese Autos für ihre tägliche Arbeit benötigt.

Diese Mittelschicht finanziert die Sozialschwachen mit ihren Steuerzahlungen, damit sich Hartz-IV-Empfänger auf die faule Haut legen können.

Diese Mittelschicht arbeitet mitunter zehn Stunden am Tag und mehr und beschäftigt Mitarbeiter.

Besonders bei Betrieben, die an Festverträge oder Fixpreise, wie Taxiunternehmen und Transportunternehmen gebunden sind, schlagen die Kosten für Benzin und Diesel hart zu. Es mag sein, dass es die ein oder anderen Firma nicht in den Ruin treibt, aber dennoch mindern die höheren Betriebskosten den Gewinn und die Steuerzahlungen. Demzufolge ist auch weniger Geld für die „Sozialschwachen“ da.

Handwerksbetriebe sind schon seit Längerem von steigenden Preise betroffen. Die zusätzliche Belastung der steigenden Preise an der Tankstelle belastet Firmen bis hin zum Existenzminimum.

Deswegen ist der Tankrabatt für alle gerechtfertigt! Zumal die Steuern auf Kraftstoff mehr als die Hälfte vom Gesamtpreis ausmachen. Von einem solchen Gewinnzuschlag kann mancher Unternehmer nur träumen.

Demzufolge ist eine Entlastung für nur „Sozialschwache“ nicht gerechtfertigt.

„Grünen-Chefin Ricarda Lang bekräftigte am Dienstag im Morgenmagazin von ARD und ZDF, sie sehe den geplanten Tank-Zuschuss von Christian Lindner kritisch. Nach ihren Vorstellungen sollten von einer Entlastung diejenigen profitieren, die am wenigsten haben.“[1]

Aber bekommen diese Leute, die „am wenigsten haben“ nicht schon genug?

Warum geht denn der „Sozialschwache“ nicht arbeiten und nimmt notfalls zwei oder drei Jobs an?

Warum schult der „Sozialschwache“ nicht um?

Warum befreit er sich nicht aus seiner Lage? – ja, weil es so viel bequemer ist und der Staat fleißig Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschuss und allerhand anderer Zuschüsse zahlt.

Der Mittelstand finanziert ja alles schön, ist so doof und geht jeden Tag mehr als zehn Stunden arbeiten, die Wege zur Arbeit noch nicht eingeschlossen.

Und selbst wenn der Normalbürger letztes Jahr mehr als fünfzehn Prozent seines Einkommens gespart hat, geht das den Staat rein gar nichts an, weil jeder hart arbeitende Bürger ein Recht darauf hat, mit seinem Geld zu machen, was er möchte.

Und es ist auch nicht gerechtfertigt, diesen Bürgern vorzuschreiben, wie sie ihre Freizeit zu verbringen haben. Dem Staat kann es egal sein, ob jede vierte Fahrt der Freizeitaktivität dienst[2]. Jeder Bürger hat das Recht darauf, seine freie Zeit so zu verbringen, wie er es selbst möchte. Das Einmischen der Politik geht hier zu weit. Jedem Bürger steht es frei, sich zu erholen, und wenn er dafür am Sonntag mehrere Kilometer fahren möchte, kann das von der Politik nicht reglementiert werden.

Die Befürchtung der Tankstellenbetreiber, dass sich der Rabatt als Bürokratiemonster entwickeln könnte, ist nicht gerechtfertigt, weil jeder Unternehmer ohnehin monatliche Steuererklärungen erstellen muss. Eine Verrechnung des Rabattes sollte sich hier problemlos bewerkstelligen lassen. Nur, wer keine Ahnung von seiner Buchhaltung hat, sträubt sich dagegen. Die Umstellung der Mehrwertsteuer im letzten Jahr hat auch funktioniert. Warum sollte also diese zeitweilige Umstellung nicht funktionieren?

[1]https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/christian-lindner-sieht-gute-chancen-fuer-tank-zuschuss-kritik-von-gruenen,T08hbwK

[2]https://www.diw.de/de/diw_01.c.837251.de/tankrabatt_waere_oekonomisch_und_oekologisch_unsinnig__teuer_und_ungerecht.html

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