Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv (0)
 



Ginge es nach Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), müssten künftig Hartz-IV-Empfänger Bürgerarbeit leisten. So sollen sie z.b. Straßen säubern oder Grünanlagen pflegen.

Ein Arbeitsloser im mittleren Alter hat oft über mindestens 15 Jahre in die Sozialversicherungen einbezahlt. Da ist es doch nur recht und billig, dass er dann auch wieder etwas rausbekommt, wenn er es braucht. Dafür ist es schließlich da. Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und spricht von einer tiefsitzenden Arroganz, den Leuten so etwas zuzumuten.

Frau von der Leyen hat wohl das Privileg genossen, nie in die Arbeitslosigkeit abgedriftet zu sein. Sie hat nie die tiefsitzende Erfahrung gemacht, wenn man seine Familie nicht mehr ernähren kann und Absage um Absage kassiert. Wie soll man sich denn noch vernünftig auf eine neue Stelle bewerben, wenn man als Computerfachmann das letzte Jahr bei der örtlichen Straßenputzerkolonne verbracht hat? Man stelle sich nur einmal vor, man gibt bei der Google-Bildersuche den Namen von der Leyen ein. Als erste Treffer würden dann schöne Bilder der Ursula mit 34 Jahren in einem kleidsamen orangefarbenen Anzug mit Besen in der Hand erscheinen. So wäre mit Sicherheit keine Bundesministerin für Arbeit aus ihr geworden. Auch der Weg in andere Prestigeträchtigen Positionen wäre wohl auf ewig verbaut.

Man kann nur hoffen, dass Deutschlands Schwarz-Gelbe-Regierung noch einen Funken soziale Gerechtigkeit aufbringt und die Vorstöße ihrer eifrigen Ministerin, die in ihrem neuen Amt anscheinend nicht mehr genug Aufmerksamkeit bekommt, zurückpfeift.

Diesen Artikel teilen:



Kommentare  

+5 #1 Prinz von Bayern 2010-06-01 13:34
Das Problem ist nur das nach 15 Jahren Einzahlungen das Geld eben nicht mehr da ist. Die Sozialversicherungen sind ein Umlagensystem und nicht ein Rücklagensystem so wie private Versicherungen. Die Unterstützung belastet also alle die aktuell einzahlen. Warum soll ich mit meinen Beiträgen zwangsweise meinem arbeitslosen Freund unterstützen.
Freiwillig tue ich es gerne besonders wenn ich sehe dass er sich darum bemüht ein hilfreiches Mitglied der Gesellschaft zu sein und nicht nur Ansprüche stellt.

Um Kommentare abzugeben, bitte anmelden bzw. registrieren.