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 Und wieder einmal gibt es eine Neuverfilmung der Robin Hood-Legende. Nach unzähligen Versionen wie der Zeichentrick-Variante von Walt Disney, der schrägen Verfilmung von Mel Brooks (Helden in Strumpfhosen) und den Klassikern etwa mit Kevin Costner, Sean Connery Errol Flynn oder auch dem "Rat Pack" (Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr. und Bing Crosby) ist die Variante von Regisseur Ridley Scott völlig anders als alle bisherigen Verfilmungen der Legende aus dem mittelalterlichen England.

Russell Crowe übernimmt den Part des Robin Longstride bzw. Loxley, Jungfer Marian wird von Cate Blanchett verkörpert.

Der Film ist, wie gesagt, völlig anders als alles bisher da gewesene - die Handlung unterscheidet sich grundlegend von der in unserer Zeit "klassischen" Legende. Als Freund dieser ist es zuerst schwierig, die neue Variante zu akzeptieren. Doch lässt die Ursprungslegende (bzw. das, was literarisch überliefert wurde) aus dem 13. Jahrhundert genügend Spielraum für eine weitere Interpretation des Mythos Robin Hood. Russell Crowe begründet den "neuen Mythos" so:"I still think there has never been a cinema Robin Hood who could have really existed. When you do the research you discover that the Robin Hood story is probably based on 24 to 30 different real people who were born in lots of different places. So you can take the time period, use the core message and put a different take on it."


Der Film ist, ganz wie die übrigen historischen Epen, die Regisseur Ridley Scott in seiner bisherigen Laufbahn verfilmt hat (1492 - Die Eroberung des Paradieses, Gladiator, Königreich der Himmel) bombastisch inszeniert und gespickt mit grandiosen Kampfszenen. Doch anders als in diesen Filmen wurden hier einige Witzchen eingeflochten - aber so subtil, dass Robin Hood immer noch nicht als Komödie zu bezeichnen ist. Cate Blanchett (die man mögen kann, aber nicht muss) verkörpert die Jungfer Marian wirklich amüsant, zusammen mit Russell Crowe sprühen die beiden Hauptcharaktere vor Lebendigkeit. Man kann froh sein, dass Russell Crowe sich im Vorfeld gegen die überwiegend blasse Sienna Miller ausgesprochen hat (angeblich, weil sie zu jung ist).

Insgesamt reiht sich der Robin Hood  von 2010 ganz gut in die Reihen der Verfilmungen dieses heldenhaften Stoffes ein - auch, wenn er zunächst u.U. gewöhnungsbedürftig erscheint. Ziemlich überheblich, wie man ihn schon kennt, äußert Russell Crowe sich folgendermaßen über seine "Vorgänger": Über Kevin Costners König der Diebe: "I really don’t mean any disrespect to the makers of the film or to Kevin,” sagt er, “but you look back at Robin Hood: Prince of Thieves and it’s like watching an extended Jon Bon Jovi video“.

"My favourite Robin Hood? The Disney fox. He could actually act. As for whether I’ve got it right, you can’t say because it’s all made up in the first place". Seine Meinung dazu darf sich jeder Kinogänger selbst bilden...

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