Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Ich will dahin

Als ich mich für ein Studium an der SpoHo entschied, wusste ich natürlich auch sofort, dass ich um die Sporteignungsprüfungsprüfung nicht herumkomme. Zur Prüfung war ich fast 27 Jahre alt. Um mich möglichst zielgenau vorzubereiten, suchte ich nach Informationen, die mir weiter helfen. Was man auch findet. Videos der SpoHo und anderer Urheber und wenn man im Internet intensiv recherchiert, auch einige weiter Dinge, die nicht unbedingt von der SpoHo sind. Trotzdem fehlten mir Infos, wie die Dauer der Disziplinen, die Wartezeiten, das Bewertungsschema der jeweiligen Disziplinen (Toleranz - was geht noch, was nicht mehr, z.B. beim Kopfsprung oder Turnen). Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, meine Eindrücke und alles Erlebte zu sammeln und auf diese Weise als versuchte Hilfestellung und Vorabinformation festzuhalten und weiter zu geben.

Ich fange mal mit mir an. Ich hatte LK Sport im Abi. Direkt nach dem Abi bin ich für zwei Jahre zur Bundeswehr und habe danach eine Ausbildung zum Bootsbauer bestanden. Irgendwann, mit 26, musste ich mir überlegen, was weiter geschehen soll und so entschloss ich mich für ein Studium in Köln.

Meine sportliche Basis sind: Fußball (regelmäßig bis zur Jugend, danach als Erwachsener nur unregelmäßig in Vereinen gespielt). Durchs Gymnasium bin ich zum Klettern gekommen, was ich danach weiterhin mit Vorliebe beibehalten habe, im Winter stehe auf ich einem Snowboard, außerdem fahre ich sehr viel Fahrrad (jedoch ohne sportlichen Leistungsgedanken). Aufgrund meiner Vorliebe fürs Klettern habe ich mich für B.A. Sport, Erlebnis und Bewegung (SEB) entschieden, weil ich für mich gespürt habe, dass  dies für meine sportlich und berufliche Zukunft am meisten Sinn machen wird.

 

Aufgrund der Anforderungen stand für mich, im Voraus, einiges fest. (in Klammer die Prüfungspunkte)

Meine Easy-Disziplinen waren (10):       Mannschaftssport (Fußball, 4),
                                                                Ausdauerlauf (1),
                                                                100 Meter Sprint (1),
                                                                Zeitschwimmen (1), 
                                                                Tauchen (1),
                                                                Klimmzug (als Kletteraffe kann man den einfach so) (1),
                                                                Sprung über den Bock beim Turnen (1),
                                                                Soll heißen … dafür musste ich keine besondere Vorbereitung machen.

Nachfolgende Disziplinen traute ich mir zwar zu, musste ich aber noch vertiefen (8):               

 

Rückschlagspiel(4): 

Tennis habe ich nie gemacht, Tischtennis nie richtig.
Also fand ich Badminton einfach am sinnvollsten, denn Federball habe ich immer wieder mal gespielt.
Aber mit nur Federball wird es nicht reichen. (4)

Turnen (2):
Puuuh…..war ich in der Schule nie schlecht, habe ich aber lange nicht mehr gemacht (Abi war schon acht Jahre her). Reck war machbar und Boden war übungs- und verbesserungswürdig.

Leichtathletik (2):
Hochsprung war zwar gefühlt sicher. Trotzdem habe ich einfach einige Sicherheitschecks eingeplant, damit auch da nichts passiert.

 

Dann blieben noch (3) Teildisziplinen übrig:

Kopfsprung und die Bewegungsdemonstration beim Schwimmen, denn durch den LK-sport im Abi wusste ich, dass ich den Hang zum Scherenschlag beim Brustschwimmen habe. Außerdem wollte ich im Kugelstoßen nicht versagen.

 


Dann begann ich mich 6 Monate vor der Eignungsprüfung vorzubereiten. In meinem kleinen Heimatstädtchen
(25 KM südöstlich von Ulm) fand ich liebe Leute eines Vereins, die mir halfen mich in diverse Dinge „hinein zu sporteln“.
So fand ich offene Ohren und Arme in der Badmintonabteilung und der Turnvater des gleichen Vereins war sich auch nicht zu schade, mich am Boden und am Reck zu schulen. Was blieb war die Technikdemonstration beim Schwimmen und der Kopfsprung sowie in der Leichtathletik das Kugelstoßen.

 

Für Schwimmen musste mein Vater herhalten. Er ist zwar kein Schwimmer, aber ich vertraute ihm wegen seiner Fähigkeiten gut zu beobachten und anzuleiten. Er übernahm den Kopfsprung und die Bewegungsabläufe beim Schwimmen.

Beim Kugelstoßen dachte ich mir, da muss ich selber durch. Ich kenne die technischen Anforderungen (kein Werfen) und ein Kumpel besorgte mir einen runden Zylinder, mit mehr als dem Gewicht einer Kugel beim Stoßen.

Außerdem meldete ich mich für den Übetag an. Mein Plan war, dass ich mich für den Übetag bestmöglich

vorbereite, an diesem Tag erkenne, woran ich noch arbeiten muss und dann  bis zur Eignungsprüfung noch 3 Wochen Zeit habe, an einzelnen Stellschrauben zu drehen.

 

Der Übetag:

 

Am Übetag stellte sich heraus, dass ich im Kugelstoßen, in der Bewegungsdemonstration im Brustschwimmen (diese verfluchte Dorsalflexion) und an der Ausführung des Rades am Boden etwas tun muss.  So hatte ich eine Woche vor der Eignungsprüfung nochmals mit meinem „Turnvater“ dran gearbeitet. Er meinte, das müsste reichen. Die Technik beim Brustschwimmen versuchte ich alleine zu meistern.
Das Positive an dem Übetag war: Ich konnte mich auf das Federbrett der Spoho einstellen (es ist, im Gegensatz zu meinem Vorbereitungsbrett wesentlich weicher-der Katapulteffekt ist enorm), meine Technik beim Hochsprung (Speedflop), konnte ich noch verfeinern und danach besser abstimmen.

 

Der Prüfungstag:

Da ich aus Süddeutschland nach Köln fuhr, kam eine Anreise in der Nacht für mich nicht in Frage. Schon wegen der Tatsache, dass die Prüfung mindestens  acht bis maximal 12 Stunden dauern wird, wollte ich ausgeschlafen dort antanzen. Ich hatte zwar die Möglichkeiten, privat in Köln zu übernachten, aber ich entschied mich dann für das Gästehaus, das neben der SpoHo liegt, denn so war ich direkt vor Ort und hatte keine Anreiserisiken. Es war ja doch noch Winter am Prüfungstag Anfang Februar (was später noch eine Rolle spielen wird).
Ich wurde der Gruppe 5 zugeteilt. (Schwimmen, Leichtathletik, Mannschaftsspiele, Turnen, Rückschlagspiele).

 

Um 7:00 Uhr gingen die Türen auf, die Anmeldung  ging flott von statten. Schon um 7:15 saß ich im Hörsaal zur Begrüßung, dem Informationsinput und dem letzten  Motivationsschub per Schlachtruf. Und danach ging es los. Die Gruppe 5, in der ich war, umfasste 94 Teilnehmer.

(die Zeiten sind inklusive Warten)

 

Station 1: Schwimmen (8:00 Uhr)

 Es begann mit der Aufteilung der Teilgruppen in der Schwimmhalle. Für uns begann es mit Tauchen. Kein Problem für mich und auch alle anderen in der Gruppe. Es gab kein Defizit. Dann war die Bewegungsdemonstration an der Reihe, meine angenommene Defizit-Teildiziplin. Und so kam es leider. Auch der zweite Versuch beim Brustschwimmen wurde als negativ bewertet und so war ich schon sehr früh mit diesem Makel des „Defizits“ belastet (Kraul ging problemlos durch). Danach kam der Kopfsprung. Auf Grund meiner Vorbereitung und der Erfahrung aus dem Übetag (der mit dem weichen Brett) und dem gut gelungenen Probesprung konnte ich meinen Sprung so abstimmen, dass ich gleich im ersten Versuch durchkam. Das 100-Meter Schwimmen kam ich als vierter an und das als Brustschwimmer. Und schon gab es ein erstes Abklatschen unter den Teilnehmern.

Station 2: Leichtathletik (9:30 Uhr)

 Auch hier wieder die Teilung in die Untergruppen. Die 100-Meter lief ich 0,5 Sekunden unter meiner Zeit des Übetages, aber mit 13,0 war ich immer noch im Soll. Hochsprung ging nach einem verpatzten Probesprung im ersten Versuch. Auch beim Kugelstoßen gelang mir gleich im ersten Versuch die Norm, ohne geworfen zu haben. Gerade bei der Kugel war ich froh, dass ich da sofort durchkam.

Hier begann sich dann die Gruppe auch zu dezimieren, denn es scheiterten doch sehr viele an der Kugel, auch auf Grund der Defizite, die davor durch das Schwimmen vorhanden waren.

Station 3: Mannschaftsspiele (12:00 Uhr)

Ich hatte mich für den Fußball entschieden und in unserer Teilgruppe gab es keine Defizite, jeder kam durch. Bewertet wird, wie bewegt man sich, wie passt man, auch mit dem schwachen Fuß, wie verhält man sich defensiv und offensiv.

(Blöderweise begann es jetzt leicht zu schneien).

Station 4: Turnen (13:30 Uhr)

Wieder wurden wir in zwei Gruppen geteilt, die in zweierlei Hallen vorturnen mussten. Inzwischen waren wir auf etwa die Hälfte geschrumpft. Allerdings war auch zu sehen, dass diejenigen, die es bis hier her geschafft haben nicht umsonst geblieben sind. Aus der ganzen Gruppe fiel nur eine Teilnehmerin durch, die zweimal den Anlauf beim Sprung verbockt hatte (war eben auch der Bocksprung), alle andere kamen durch. Für das Turnen ein fantastischer Durchlauf. Auch mir gelang die Bodenübung gleich beim ersten Mal. Bei den anderen Disziplinen gab es bei mir sowieso keine Bedenken.

(Und es schneite weiter. Der Ausdauertest kam näher und es drohte, auf rutschigem Untergrund laufen zu müssen).

Station 5. Rückschlagspiele (14:30 – 15:45 Uhr)

Trotzdem ich bislang wenig Badminton gemacht/geübt habe, wurde mir seitens meiner Vorbereitung angedeutet, dass das, was ich mache, reichen wird, was auch eingetroffen ist. Kein weiteres Defizit und auch sonst kamen hier alle durch (echt genial die Gruppe, denn man musste keine Angst haben, durch schlechte Spielpartner evtl. selbst in eine Defizitgefahr zu geraten).

So stand nur noch der Ausdauerlauf für mich und alle Verbliebenen an.

Generell wurden die Wartezeiten im Foyer gemacht. Und so war es auch jetzt. Ich ging davon aus, dass wir als Gruppe 5 wohl wieder warten mussten, denn es sollte auch hier in den jeweiligen Gruppen gelaufen werden. Also drohte uns, gemessen an den 4 Vorgruppen, eine Wartezeit von mindestens einer Stunde. Oder waren wir gar im Vorteil, denn wir waren die Gruppe die alle bisherigen fünf Stationen als erste bewältigt hatte ?

Mein Vater war zur Unterstützung auch dabei und ist ein Statistiker. So hatte er sich eine Tabelle gemacht, auf der die Sollrundenzeit (1:44) und die Differenz zur Restlaufstrecke auf jede verbleibende Runde notiert war. Wir sprachen ab, dass er mir nur sagen sollte, in welcher Zeit ich pro Runde liege. Dabei meinte er. „Vielleicht schenken sie euch 15 oder 30 Sekunden, wenn die Laufbahn so rutschig ist“

(Denn es schneite immer noch und die Laufbahn im Stadion war mit Schnee bedeckt)!

Fünf Minuten später kam unser Gruppenleiter der ASTA, der uns schon den ganzen Tag geführt hatte und meinte: „Ich muss euch noch was zum Ausdauertest sagen“ …… lange Verschnaufpause …… „er fällt heute aus“

Aus Gründen der Sicherheit entschied die Prüfungsleitung uns diese letzte Tortur zu ersparen/schenken.

Und damit entbrannte ein Jubel, der nicht anders hätte sein können, hätten wir den Ausdauerlauf bestanden. Ein geniales Feeling. Die T-Shirts „Eignungstest bestanden“ wurden rasend weniger. Ich nahm drei: Eines für mich, eines für meinen Vater und eines für meinen „Turnvater“ ( für beide als Dank für die  erfolgreiche Hilfe).

Danach gab es Bratwurst im Spoho-Stadion und das eine oder andere Bier wurde auch noch gezupft.

Meine Eindrücke, Erfahrungen, Empfehlungen

Grundsätzliches: Die Eignungsprüfung ist machbar. Aber nur für die Allrounder. Es werden keine Höchstleistungen erwartet, nur Dinge, die ein sportlich veranlagter Mensch locker schafft/schaffen sollte. Wenn jemand weiß oder merkt, dass er/sie beim Schwimmen oder beim Turnen Probleme hat, dann gilt es dran zu arbeiten. Ebenso bei der Leichtathletik.

Technische Disziplinen (Turnen, Leichtathletik, Schwimmen)

Wer Probleme mit der Körperspannung hat, sollte daran arbeiten (oder es erst gar nicht versuchen). Sie ist vor allem beim Turnen absolut wichtig und zwar in jeder Teildisziplin. Ebenso beim Kopfsprung des Schwimmens. Gleiches gilt für den Hochsprung und  das Kugelstoßen. Sprich, wer seinen Körper nicht kontrollieren und bei der Übung regulieren kann, bekommt Probleme. Man erwartet keine olympiareife Ausführung, dafür aber, dass man in der Lage ist, seinen Körper zu beherrschen und nicht durch die Sportstätten zu purzeln.

Hinweis 1: Hochsprung: meine Anlauftechnik war zuerst, normal anzulaufen und die Höhe mit meiner Sprungkraft zu meistern. Was zwar klappte, aber nicht unbedingt souverän. Ich änderte es dann auf eine hohe Anlaufgeschwindigkeit (Speedflop), was dazu führte, dass es wesentlich besser gelang. Die Höhe konnte ich wesentlich problemloser erreichen. Es wird nicht die Schönheit des Sprungs bewertet, sondern das Drüberkommen und das einbeinige Abspringen.

Hinweis 2: Kopfsprung: Ich hatte anfangs den Fehler gemacht in die Weite zu springen. Das führte meist dazu, dass ich zu flach eintauchte oder auch einfach überschlug. Grund dafür war, dass ich meinen letzten Schritt vor dem Absprung zu flach ansetzte, sodass der Folgeeffekt war, dass ich eben auch flach absprang. So änderte ich meinen letzten Schritt zu einem hohen Ansatzschwung, erreichte dadurch eine Bogenflugbahn, die ich dann lernte zu kontrollieren und dann auch steiler eintauchte.

Beim Hoch- wie beim Kopfsprung: … mass ich meine Anlauflänge durch eine Fußschrittfolge ab, die ich dann auch in der Prüfung markiert habe. So war gewährleistet, dass ich die gleiche Anlauflänge hatte wie bei meinen vorbereitenden Übungen.

Mannschaft- und Rückschlagspiele:

Hier sind die Bewertungskriterien nicht so streng. Trotzdem gilt es bestimmte Dinge zu beachten.

Fußball: Wer Mannschaftssportler ist, der bekommt keine Probleme (ich gehe einfach davon aus, dass keiner eine Mannschaftsportart wählt, die sie/er nicht kennt oder nie gemacht hat). Vor allem kommt es darauf an, wie man selber mit dem Spielgerät Ball umgehen kann. Da ich den Fußball gewählt hatte, der sowieso sehr beliebt ist und gekonnt wird, kann ich aber nicht beurteilen, wie es bei den anderen Mannschaftssportarten war. Beim Fußball kam, wie gesagt, jeder durch. Es werden also nur die Grundfähigkeiten bewertet und keine Superskills.

Mein Rückschlagspiel Badminton: Bei der Vorbereitung, 6 Monate vor dem Tag der Eignungsprüfung bin ich gleich durch einen Anfängerfehler aufgefallen, dem sogenannten Pfannengriff. Dieser wird genannt, weil der Spieler den Schläger so hält, dass die Bespannung zum Gesicht zeigt, mehr oder weniger auch parallel zum Netz. Das macht kein Badmintonspieler. Der Schläger muss so gehalten werden, dass der Rahmen zum Gesicht zeigt, sprich, die Bespannung zu den Seitenaußenlinien. Das Einstellen auf die Änderung  ging bei mir sehr gut, habe auch sofort gemerkt, dass das Gefühl für den Ball und das Spiel dadurch besser (intensiver) ist, Rückhandbälle sind so auch ganz einfach zu machen. Bei der Prüfung wird das sofort bemerkt und kann zu einem Defizit führen (je nach Prüfer)

Zum Schluss das Allgemeine:

Wartezeiten: Alle Wartezeiten wurden im Foyer gemacht (bei uns war es Februar, im Frühling mag das anders sein). Ich empfand das aber als machbar, hab mich unter meinen Kopfhörer gesteckt, hab so abgeschalten und bin gedanklich die nächste Disziplin durchgegangen. Für mich waren die Wartezeiten ok, sie dauerten selten über 30 Minuten. Heißt aber auch, dass die meiste Zeit in den Sportstätten verbracht wurde, aber auch dort musste man warten, egal ob man schon fertig oder noch dran war. Was mich betrifft, stieg meine Zuversicht, den Tag zu meistern, sobald eine weitere Teildisziplin als bestanden bewertet wurde. Dabei waren die Wartezeiten eher zweitrangig. Außerdem entsteht bei den Disziplinen eine Art Gruppendynamik unter den Teilnehmern, was auch pushen kann.

Ausdauerlauf: Dieser blieb mir gottseidank erspart. Bei meiner Vorbereitung lief ich selten unter 12 Minuten, was ja gereicht hätte (3000 Meter in 13:00 Minuten). Jedoch hatte ich mir vorgenommen jemanden zu suchen, der sich in etwa 12:30 zutraut und/oder laufen kann und wir uns somit in der Gruppe unterstützen und aufbauen.

Man bekommt einen Zeitchip, der die Zeit elektronisch misst. Dieser wird erst ausgelöst, wenn man die Zeitschranke des Startes durchläuft. Heißt also auch. Es ist unwichtig ob man gleich am Anfang startet oder erst am Schluss des Feldes sich aufhält. Der Chip sorgt dafür, dass die Zeit zwischen Start- und Zielsignal gemessen wird.

Mögliche Überlegung: Bei meiner Infosuche für den Eignungstest bin ich auf einen Beitrag eines männlichen Teilnehmer gestoßen. Dieser wusste, dass er im Ausdauerlauf Probleme haben wird. Seine letzte Disziplin vor dem 3000 Meter-Lauf war die Leichtathletik und seine letzte Teildisziplin der 100 Meter-Sprint. Bis zu diesem Punkt blieb er ohne Defizit, entschied sich dann, den Sprint locker zu laufen, damit er sich nicht verletzt, also zerrt. Dieses eine Defizit riskierte er eben, auch da der Ausdauerlauf bestanden werden muss. Und ihm gelang der Ausdauerlauf so dass er bestanden hatte. Eine clevere Überlegung, wie ich finde, die man auch für den Sprung beim Turnen bedenken kann, denn bei der Landung kann man sich am Bein/Fuss verletzen, wenn es dumm läuft.

Der letzte Apell: Ob dieser nutzt, weiß ich nicht. Denn jede/r kann natürlich den Eignungstest so angehen, wie er/sie es für am besten hält. Jedoch kommen nur diejenigen durch, die in den Kernsportarten, Leichtathletik, Turnen und Schwimmen bestehen. Sollte jemand in einer oder gar in der Summe dieser drei wissen, dass er/sie Probleme bekommt, sprich seine zwei Defizite einsammelt, sollte er/sie gar nicht versuchen, am Test teilzunehmen. Das hat für die Teilnehmer den Vorteil, dass die Wartezeiten reduziert werden.  Auch die Spoho muss dann weniger Verwaltungs- und Organisationsaufwand betreiben.

Erfahrungen aus dem Studium: Es hat sich gezeigt, dass der Eignungstest mehr oder weniger ein Siebeeffekt ist. Bedeutet, dass es innerhalb des Praxisteils im Studium mehr verlangt wird.
Nur mal als Beispiel. In der Leichtathletik sind die Wertungen für die Note 3 (für Männer):
100 m - 11,8 Sek, Hochsprung - 185 cm, Kugelstoßen – 11,50 m, Weitsprung – 6,45 m.

Schwimmen: 200 Meter Kraul in 4:00 Min. (Mussstrecke für Männer)

So das war es dann mal. Ich hoffe, die bisherigen Zeilen waren interessant und haben den/r einen oder anderen geholfen. Und noch ein letztes Statement. Wer den Sport liebt und durch den Eignungstest kommt, wird das Studium genießen. Mir geht es auf jeden Fall so.

Viel Glück für die, welche es versuchen.

 

 

Diesen Artikel teilen:



Um Kommentare abzugeben, bitte anmelden bzw. registrieren.