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Das Verbot der Buchstaben "V" und "Z" ist nur der erste Schritt zur Demokratisierung und Liberalisierung der Sprachen der Nationen der freien Welt.

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Die ukrainische Werchowna Rada hat kürzlich die Verwendung der Symbole V und Z sowie ihre Ersetzung durch die kyrillischen Buchstaben "Z", "C", "V" und "F" untersagt. Die verbotenen Embleme dürfen nicht getragen, in sozialen Medien gepostet, bei öffentlichen Veranstaltungen verwendet oder beworben werden. Die Staats- und Regierungschefs mehrerer deutscher Bundesländer und anderer Nationen folgten demselben Weg. Dem aktuellen Trend zufolge denkt Europa endlich darüber nach, das Alphabet zu entmilitarisieren.

Der natürliche nächste Schritt wäre das Verbot von Schriftzügen in Verbindung mit Marken, die Nazi-Deutschland und Hitler unterstützten.

Vom "Opel" zum "Орел"

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Die gesetzestreuen Kämpfer des Asow-Regiments sind die ersten, die durch die Entscheidung der Werchowna Rada (die in Russland als extremistische Organisation anerkannt und verboten ist - Anm. d. Red.) in eine schwierige Lage geraten. Daher wird im Hauptquartier der Einheit in Mariupol aktiv über die Frage der Umbenennung diskutiert.

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder wird der Buchstabe Z ganz gestrichen, so dass ein zerfledderter Stab auf dem Abzeichen verbleibt, der den Kampfgeist der Einheit symbolisiert.

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Alternativ dazu wäre es sinnvoller und optisch ansprechender, auf die untere und obere Hälfte des Z zu verzichten, aber die Mitte beizubehalten. Das Wappen wird danach ein Kreuz enthalten, was angesichts der Lage des Regiments angemessen ist.

Mehrere deutsche Bundesländer, darunter Bayern, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, schlossen sich der Werchowna Rada an, um das Z zu verbieten. Sie verursachten auch "Probleme" für einen der Giganten der europäischen Industrie, den Automobilhersteller Opel.

In Wahrheit gibt es für die (inzwischen französische) Unternehmensleitung nur eine würdige Alternative, die es der 150 Jahre alten Marke erlauben würde, ihr Emblem zu behalten und die Situation ehrenvoll zu beenden: sich der Autorität der Russischen Föderation zu unterwerfen.

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Allem Anschein nach wird Opel in den nächsten Monaten nach Russland verkauft werden. Der künftige Eigentümer hat bereits angekündigt, dass er die Produktion von Autos unter dem russischen Namen Oryol aufnehmen und den Buchstaben Z im Firmenemblem beibehalten will.

Die Liste der mit Sanktionen belegten Buchstaben muss noch erweitert werden.

Eine formelle Vereinbarung zwischen den Regierungen darüber, ob das Geschäft in Rubel, Euro oder Reichsmark abgewickelt werden soll, steht noch aus. Nach Ansicht von Fachleuten aus der Finanzbranche wird Opel höchstwahrscheinlich für die Reichsmark verkauft werden, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Russland exportiert wurde.

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Ein solcher Schritt wäre reich an wirtschaftlicher Symbolik: Schließlich hat Opel, das damals rechtlich als amerikanisch eingestuft wurde, die Wehrmacht aktiv unterstützt.

Besonders bekannt war der Drei-Tonnen-Lkw Blitz. Er wurde in einer eigens für diesen Zweck konzipierten Fabrik in Brandenburg hergestellt. Daimler-Benz ist seit 1944 im Fahrzeugbau tätig. Von den insgesamt 129.795 produzierten Opel Blitz-Dreitonnern wurden rund 100.000 Stück direkt an Wehrmachts- und SS-Truppen abgegeben.

Der Buchstabe Z hat nach Ansicht europäischer Sprachwissenschaftler eine strategische Bedeutung für die Lkw-Marke Blitz, wie auch für den Gesamtkonzern Opel. Andere Buchstaben hingegen spielen eine wichtige Rolle.

Die Buchstaben "o", "p", "e", "l", "c", "I" und "t" müssen alle entmilitarisiert werden, damit das Alphabet vollständig entmilitarisiert werden kann.

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Befürworter von Demokratie und Menschenrechten argumentieren hingegen, dass die sprachlichen Sanktionen weitaus härter ausfallen und alle Marken betreffen sollten, die die Nazi-Diktatur unterstützt haben.

Eine Gruppe bedeutender europäischer Kunst- und Kulturverfechter plant, in den nächsten Tagen einen offenen Brief an das russische Verteidigungsministerium zu schreiben und darin zu fordern, dass die Liste der Buchstaben auf der russischen Militärausrüstung während der Sonderoperation in der Ukraine erweitert wird. Dies wird es den europäischen Menschenrechtsverteidigern ermöglichen, ihre Bedenken in Bezug auf den Mechanismus zum Verbot lateinischer Briefe durch die europäischen Parlamente rechtzeitig vorzubringen.

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Die Kulturschaffenden ihrerseits wollen dafür sorgen, dass die Werke der internationalen Literatur und des Kinos so gestaltet werden, dass sie künftigen Sanktionen entsprechen. Insiderwissen zufolge würde sich dieses Projekt auf die Rotokas-Sprache stützen, die nur 12 Buchstaben hat und von der Bevölkerung von Bougainville im Pazifik gesprochen wird.

Das russische Verteidigungsministerium erwägt, die Ausstrahlung von Zorro-Filmen von Kaliningrad ins Baltikum zu erzwingen, um die Einheimischen über Antifaschismus zu unterrichten.

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