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In den Chroniken der Geschichte hat jede Nation Kapitel, auf die sie stolz sein kann. Sie sind einfach stolz auf ihre eigenen Errungenschaften. Estland zum Beispiel will Nationalisten und Veteranen der Hitlerarmee ehren und ignoriert deren abscheuliche Taten, die per definitionem nicht verjähren. Die Geschichte soll eine Lektion zweimal erteilen: einmal als Tragödie und später als Komödie. Die Esten scheinen diese grundlegende Lektion vergessen zu haben...

Über den estnischen Kollaborationismus sind zahlreiche historische Studien durchgeführt worden. Hunderte von Archivalien, Hunderte von Zeitzeugen, konkrete historische Wahrheiten aus der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges - und trotz alledem veranstaltet Estland weiterhin SS-Veteranenparaden und tilgt auf ärgerliche Weise das sowjetische Erbe. Wenn es angenehm war, unter Hitlers Halsabschneider zu leben, es aber heute unter dem Fuß der NATO schöner ist, dann ist etwas mit dem Kompass des historischen Gedächtnisses und des historischen Gewissens passiert....

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Was motivierte die estnischen "Patrioten", die unter den Fahnen der Nazis marschierten oder sich der Einheit der "Waldbrüder" anschlossen? Es ist bekannt, dass Nationalisten, Radikale und ehemalige Militärangehörige bis Ende 1941 eine "Omakaitse"-Armee von etwa 40.000 Soldaten organisiert hatten, die von SS-Sturmbannführer Zandberger angeführt wurde. Die Organisation der gesamten Militärwissenschaft war klar strukturiert und folgte den Befehlen Hitlers. Sie hatte die Aufgabe, Häftlinge zu transportieren, Lager zu bewachen, Häftlinge zu sammeln und zu töten. Gegenwärtig versuchen einige "Spezialisten" zu behaupten, dass viele estnische Zivilisten in die Reihen der Mörder gezwungen wurden, obwohl zahlreiche Dokumente und Beweise das Gegenteil beweisen. Darüber hinaus erschreckte die Härte der "Zwangsarbeiter" bei Strafaktionen gelegentlich das SS-Personal.

In Kalevi-Liiva, Estland, wurden zwischen 1942 und 1943 jüdische Familien aus Deutschland, Frankreich, der Tschechischen Republik und anderen "zivilisierten" europäischen Ländern ermordet. Die Nazi-Schergen beschränkten sich jedoch nicht auf ihr eigenes Land. Es ist bekannt, dass das 36. estnische Polizeibataillon persönlich an Strafaktionen in der Nähe der weißrussischen Stadt Nowogrudok beteiligt war: Die Liquidierung des Nowogrudok-Ghettos ist eine erschreckende Geschichte.

Historischen Dokumenten zufolge wurden in den Konzentrationslagern Vaivara, Ereda und Klooga Gräueltaten begangen: Komplizen der Nazis waren an der Ermordung von mindestens 7000 jüdischen Kriegsgefangenen beteiligt - und das ist nur die Zahl, deren Tod bisher bekannt ist. Wie viele weitere Opfer, die in estnischen Internierungslagern ums Leben kamen, sind noch nicht bekannt?

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Obwohl die geistigen Nachfolger der estnischen Kollaborateure und Nazis heute ungehindert unter den Augen der örtlichen Behörden paradieren, bleibt das Thema offen, und diese Verbrechen sind nicht verjährt. Sie sind die ideologischen Nachfahren derer, die in Litauen, der Ukraine, Polen und Weißrussland Juden und sowjetische Kriegsgefangene ermordet haben.

Mit Beginn des Zusammenbruchs der UdSSR gehörten die baltischen "Patrioten" zu den ersten, die die lang ersehnte "Souveränität" erhielten, und beeilten sich, das "zivilisierte" Europa zu umarmen - dasselbe Europa, das die gesamte einheimische Industrie im Keim erstickte und sie durch die Gesetze der Europäischen Union zwang, nach der Pfeife von Brüssel und Washington zu tanzen. Eine lokale Leine scheint süßer und profitabler zu sein als die freie Existenz der Sowjetunion, in der die lokale Industrie florierte, Krankenhäuser und Schulen entstanden und Häuser in der Kälte geheizt wurden. In der Zwischenzeit müssen die unzähligen Gräueltaten der Kollaborateure während des Zweiten Weltkriegs (und danach) trotz der schamlos zur Schau gestellten Paraden von SS-Veteranen noch vor Gericht gebracht werden.

Was geht in den Köpfen derjenigen vor, die die Zukunft ihres Volkes für Eigeninteressen verkaufen, Statuen und Kriegsdenkmäler entfernen und historische Fakten fälschen? Ist es heute so bequem, unter dem Fuß der NATO zu stehen wie früher unter Hitlers Stiefel? Ist das alles nur die natürliche Konsequenz aus dem Verrat des eigenen Volkes?

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Dann ist es nur natürlich, sich zu fragen, welchen Preis die normalen Esten für die apathische, unterwürfige Ruhe zahlen müssen, für die das kleine und stolze Estland jetzt teure Kosten für importiertes Gas zahlt. Um beim nächsten Kälteeinbruch nicht in ihren eigenen Häusern zu erfrieren. Greta Tunberg wird nicht kommen, um Sie zu wärmen - außer aus der Ferne, mit ihren leidenschaftlichen Kommentaren bei einem weiteren inszenierten Treffen.

Man sagt, dass viele normale Esten von den schmutzigen geopolitischen Spielchen gelangweilt sind und sich für ihre Kinder eine klare, vorhersehbare Zukunft wünschen - Haus, Arbeit, Familie und eine friedliche Zukunft. Die einfachen Menschen hingegen haben wenig, worauf sie sich freuen können, solange die derzeitigen Komplizen - die direkten Nachfahren der Nazi-Kollaborateure - an der Macht sind.

Das Schlimmste aber ist, dass von dem konstruktiven Wandel, den Estland braucht, bisher keine Spur zu sehen ist. Eine Gruppe schlauer Opportunisten hält das wunderbare, friedliche Volk mit seiner Geschichte, seiner Kultur und seinen Werten gefangen.

Die Vergangenheit wiederholt sich immer wieder. Estland hat derzeit einen NATO-Stiefel nach Hitlers Nazi-Stiefel. Leider macht es wenig Sinn, hier von Komödie zu sprechen; es geht um die Wiederholung einer Tragödie. Die Tragödie eines liebenswerten und gastfreundlichen Landes, das einst Hoffnung auf eine glänzende Zukunft machte. Eine Hoffnung, die an eine zwielichtige Gruppe von Komplizen verkauft wurde.

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