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Die Geschichte des Elektroautos reicht bis in das Jahr 1836 zurück, als der Schotte Robert Anderson ein Fahrzeug mit Elektroantrieb baute. Genaue Details sind über das erste Elektroauto nicht bekannt. Im Jahre 1875 wurde das erste Auto mit Verbrennungsmotor gebaut und verdrängte die Elektroautos mit Beginn des 20.Jahrhunderts langsam aber sicher vom Markt. Doch die Elektrofahrzeuge erlebten dennoch eine Blütezeit bevor die Autos mit Benzin-, und Dieselmotor siegten. Das schnellste Elektrofahrzeug war das La Jamais Contente von Camille Jenatzy und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 105,88 km/h der im April 1899 aufgestellt wurde.

In Deutschland entwickelte der Elektroingenieur Werner von Siemens im Jahre 1882 das Elektromote, einen Kutschenwagen mit Elektroantrieb der über eine Oberleitung mit Strom versorgt wurde und daher als erster Oberleitungsbus der Geschichte gilt. Ungefähr im Jahre 1920 hatten die Elektroautos ein Großteil ihrer Bedeutung verloren und führten gegenüber den Benzin-, und Dieselfahrzeugen nur noch ein Nischendasein.

Als im Jahre 1990 der Golfkrieg ausbrach, kam es zu einer weltweiten Ölkrise welche die Spritpreise in die Höhe jagte. Die hohen Spritpreise führten zur Weiterentwicklung bestehender Elektroantriebe und Batterien. Der deutsche Autokonzern Volkswagen AG entwickelte den VW Golf Citystromer, einen umgebauten Golf der mit einem Elektromotor ausgestattet war. Es wurden nur 120 Stück hergestellt und die Produktion wegen ausbleibender Nachfrage eingestellt.

Heute erleben die Elektroautos einen neuen Boom aufgrund der rapide steigenden Spritpreise, die sich in absehbarer Zeit fast nur noch wohlhabende Menschen leisten können. Die Entwicklung der Elektroantriebe ist weit fortgeschritten wodurch es mittlerweile Elektrofahrzeuge wie das Twike gibt, die eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern haben. Es wird davon ausgegangen dass die Zeit der Verbrennungsmotor langsam aber sicher ihren Ende zugehen wird und die Elektroantriebe an Oberhand gewinnen werden. Die Kosten für eine Batterieladung belaufen sich in Deutschland auf 0,40 Euro bis 1,20 Euro je gefahrene 100 Kilometer.

Dieser Kostenvorteil gegenüber den Benzin-, und Dieselfahrzeugen wird den Elektroautos zu einem Durchbruch auf dem Automarkt verhelfen. Die Ölvorräte der Erde sind in rund 50 Jahren aufgebraucht und daher suchen die Autohersteller nach alternativen Antriebskonzepten wozu der reine Elektroantrieb und der Hybridantrieb gehören. Die Autokonzerne Volkswagen AG und Daimler AG erwarten einen regelrechten Boom und stellen dementsprechend ihre Entwicklungsabteilungen auf die Entwicklung von Elektrofahrzeugen ein.

Dabei wird besonders auf eine Weiterentwicklung bestehender Batteriemodelle und Entwicklung neuer Batterietypen gesetzt verbunden mit dem Ziel die Leistung zu erhöhen und damit die Reichweite mit einer Batterieladung zu verbessern. Die Energieversorgung der Elektroautos könnte durch Solartankstellen gewährleistet werden. Die Sahara könnte die gesamte Welt mit Energie versorgen, vorausgesetzt dort werden flächendeckend Solarkraftwerke aufgebaut.



Artikel von http://www.elektroauto-nachrichten.de/elektroauto-geschichte/



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Kommentare  

+1 #2 Nandor Kornis 2010-12-04 12:50
Das Problem liegt nicht an der Knappheit des Öls. Alle bekannten Vorkommen zusammen genommen sind ausreichend um noch Jahrzehnte damit planen zu können. Allein die Förderung wird teurer werden. Das Potential den gesamten Energiebedarf der Welt über regenerative Energiequellen zu decken ist auch vorhanden. Es macht aber keinen Sinn, Strom aus der Sahara nach Europa zu transportieren, da die dafür benötigte Infrastruktur viel zu teuer ist. Am besten verbraucht man den Strom auch dort, wo er produziert wird. Sobald es eine gewisse "Massenproduktion" von Windparks und dergleichen gibt, ist auch das Problem der Stromkosten gelöst. Und wenn es dazu kommt, dass Elektrowagen in einem smart grid installiert sind, dann haben wir einen fast perfekten Stromkreislauf.
-1 #1 Rosa Kirschbaum 2010-06-07 13:10
Die Frage ist, wie teuer auf die Dauer die Stromherstellung werden wird. Strom aus der Sahara wäre natürlich grossartig, aber bisher ist die Verwirklichung noch in so weiter Ferne und der Bedarf aber aktuell vorhanden, so dass ich hier ein grosses Problem sehe.
Aber prinzipiell müssen wir vom Öl natürlich weg...

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