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Als Zeichen der Verbundenheit zwischen der alten und Neuen Welt in Frankreich geschaffen, ist die Freiheitsstatue auf Liberty Island untrennbar mit den Vereinigten Staaten von Amerika verbunden. Obgleich ihr Anblick für Generationen von Reisenden schier den Atem stockte, ist ihre Entstehungsgeschichte in der Alten Welt nicht weniger spektakulär.

 

Die Grundidee für das Projekt der Freiheitsstatue geht auf eine Bemerkung des französischen Jurist und Politikers und Anhänger der Nordstataaten während des Sezessionskriegs Édouard René de Laboulaye zurück.

„Sollte ein Denkmal in den Vereinigten Staaten errichtet werden, das an die Unabhängigkeit erinnert, dann denke ich, dass es nur natürlich ist, wenn es durch vereinte Kräfte entsteht – ein gemeinschaftliches Werk unserer beiden Nationen.“

-Édouard René de Laboulaye, 1865

 

Monument als wiederauferstandener Koloss von Rhodos

Eine solche Überlegung war auch als Ausdruck zur Gegnerschaft des Republikaners Laboulaye zum Seconde Empire, dem Kaiserreich Napoleons III. zu verstehen. Und im monarchistischen Frankreich, das, anders als Loboulaye, im Sezessionskrieg auf Seiten der Südstaaten gestanden hatte, bestand natürlich keine Chance auf Umsetzung eines solchen Projekts. Allerdings inspirierte Laboulayes Idee den mit ihm befreundeten jungen elsässischen Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi zu einem anderen Projekt, gewissermaßen der Vorgängerin der Statue of Liberty. Bartholdi schlug nämlich dem osmanischen Statthalter von Ägypten vor, zur Eröffnung des Suez-Kanals an dessen nördlichem Ende einen riesigen Leuchtturm zu errichten. Er sollte die Gestalt der römischen Göttin Libertas im Gewand einer ägyptischen Fellachin (Anmerkung: Angehörige der Ackerbau treibenden Landbevölkerung im Vorderen Orient) haben und so wie einst der Koloss von Rhodos eine Fackel in der erhobenen Hand halten. Auch einen Namen hatte Bartholdi schon vorgesehen: „La liberté éclairant l’Orient“. Allerdings blieb dieses Projekt sozusagen im Sand stecken.

La liberte eclairant l'orient
Idee Bartholdis zur Schaffung eines Leuchtturmes am nördlichen Ende des Suez-Kanals.

 

Dann kamen der deutsch-französische Krieg 1870/71, das Ende des zweiten Kaiserreichs und die Annexion des Elsaß und eines Teils von Lothringen durch das Deutsche Reich. Bartholdi, der im Krieg auf Seiten der republikanischen Truppen und Garibaldis gegen die deutschen/badischen Truppen gekämpft hatte, gehörte zu den Elsässern, die nach 1871 das zum „Reichsland“ gewordene Elsass-Lothringen verließen. Die junge Dritte Republik war in dem damaligen, überwiegend monarchischen Europa eher isoliert. Beste Voraussetzungen für die Schaffung einer französisch-amerikanischen, die gemeinsame republikanische Tradition und die Waffenbrüderschaft von Washington und Lafayette im Unabhängigkeitskrieg verkörpernde Freiheitsstatue in New York. Dazu konnte die monumentale Statue, wie schon der geplante Suez-Leuchtturm, der Welt die bautechnischen Fähigkeiten Frankreichs vor Augen führen.


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