Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv (0)
 
Dr. Eben Alexander ist seit 25 Jahren Neurochirurg und lehrte in Harvard. Nach einer Hirnhautentzündung 2008 lag er für sieben Tage im Koma und überlebte nur knapp. Damals hat er eigenem Bekunden nach einen Blick ins Jenseits geworfen. Nun hat er ein Buch über seine Nahtoderfahrungen geschrieben – und behauptet, damit das rein wissenschaftliche Weltbild zu widerlegen.

bild bei nosvox

(Bild: Twitter)

Alexanders Erzählungen seiner himmlischen Reise, über die er diese Woche im US-Nachrichtenmagazin Newsweek schreibt, klingen für christliche Leser vertraut. Anfangs habe er sich in großen, rosa-weißen Wolken vor einem blau-schwarzen Himmel wiedergefunden. Weit darüber schwebten Scharen schimmernder Wesen. Ein gigantischer Klang wie ein Jubelchor sei von dort gekommen – ein Ausdruck der Freude dieser höheren Wesen, wie Alexander später vermutete. Er habe den Klang spüren können. Sehen und Hören verschwammen.

Eine junge, schöne Frau mit hohen Wangenknochen und tiefblauen Augen, gekleidet in Blau und Orange, habe ihn bei seiner Reise begleitet. Mit ihr sei er auf dem Flügel eines Schmetterlings geritten. Neben ihnen seien Millionen von Schmetterlingen durch die Wälder geflattert. Die Frau habe ihn mit dem Ausdruck einer Liebe angesehen, die es auf Erden nicht gibt. Ohne Worte sprach sie zu ihm. „Du bist für immer geliebt und behütet. Du musst nichts fürchten. Es gibt nichts, das du falsch machen kannst.“ Darauf habe er eine große Erleichterung verspürt, schreibt Alexander.

Ein warmer Wind habe ihn umweht. Als er fragte, wer, wo und warum er hier sei, habe er eine Explosion von Licht, Farbe, Schönheit und Liebe als Antwort erhalten. Und er habe diese Antwort verstanden. „Ich bewegte mich weiter durch eine riesige Leere, vollkommen dunkel, unendlich groß, unendlich angenehm.“ Und trotz der Schwärze sei auch dieser Ort voller Licht gewesen.

Ähnliche Geschichten von Nahtoderlebnissen hat man schon öfter gehört. Alexander panzert seine Version mit der eigenen Autorität als Wissenschaftler. „Als Neurochirurg glaubte ich nicht an das Phänomen der Nahtoderfahrung“, schreibt er. „ Ich glaubte immer, dass es gute Erklärungen für himmlische Reisen außerhalb des Körpers gebe.“

Alexander behauptet, dass seine Erfahrungen einzigartig seien. Während der sieben Tage Koma war sein Neocortex lahmgelegt, ein Teil der Großhirnrinde, den nur Säugetiere besitzen. Es sei der Teil des Gehirns, der Gedanken und Gefühle kontrolliere und „uns im Grunde zu Menschen macht“, erklärt der Neurochirurg.

Kein Mensch vor ihm sei ins Jenseits gereist, während seine Hirnrinde vollkommen ausgeschaltet war. Das hätten CT-Scans und neurologische Untersuchungen der Mediziner festgestellt, die ihn rund um die Uhr beobachteten. „Gemäß der medizinischen Lehrmeinung hätte ich auf keinen Fall auch nur das geringste Bewusstsein haben dürfen – ganz zu schweigen von der sehr lebendigen und in sich geschlossenen Reise, die ich unternahm.“

Seine Kollegen und selbst seine Familie hätten mit ungläubigen Blicken auf seine Erzählungen reagiert, schreibt Alexander. Nur in der Kirche stieß er auf Verständnis. Seitdem sieht er christliche Mythen und Symbole mit anderen Augen: Die bunten Glasfenster in einer Kirche etwa erinnerten ihn an die leuchtende Schönheit der Landschaften, die er auf seiner Himmelsreise gesehen hatte.

Der nun überzeugte Christ Alexander glaubt, dass das Universum durch Einheit und Liebe definiert sei. Jesus und Einstein hätten über ein und dieselbe Sache auf individuell verschiedene Weise gesprochen. Alexander will den Rest seines Lebens damit verbringen, die wahre Natur des Bewusstseins zu ergründen und den Wissenschaftlern und allen Menschen zu erklären, dass es viel mehr sei als Hirnaktivitäten.

Diesen Artikel teilen:



Um Kommentare abzugeben, bitte anmelden bzw. registrieren.