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Meine Antwort: Ja!

Doch leider steht mir etwas im Wege: der zu hohe Numerus Clausus in dem Studiengang Psychologie, für das ich mich interessiere.
Zum zweiten Mal zu einem Wintersemester habe ich mich nun für Psychologie an vielen Universitäten in Deutschland beworben. Das Ergebnis sind nur Absagen. Das ärgert mich total, wenn ich sehe, wie hoch die Ausstiegsquote im genannten Studiengang ist und ich erfahren muss, dass es für viele einfach nicht das war, was sie sich darunter vorgestellt haben.
Frustrierend für mich, zu sehen, wie viele Studienplätze ich hätte haben können, aber so ist es nun mal. Die anderen müssen auch herausfinden, was für sie richtig ist.
Vielleicht fragen Sie sich, woher ich denn wissen soll, dass es mein Traumstudiengang ist. Die Antwort ist diese: Seit ich vierzehn Jahre alt bin, möchte ich schon Psychotherapeut werden. Meine Familie unterstützt mich dabei und mit dem beständigen Willen kam ich auch durch das Abi. Nur schade war, zu erleben, wie die Ablehnungen nur so ins Haus flatterten (bzw. in das E-Mail-Postfach). Hätte ich mich doch nur etwas mehr im Abitur angestrengt. Ein halbe Note fehlte mir noch zum Ziel.
Aber da ich schonmal Erfahrungen sammeln wollte, die mich in diese Richtung treiben, bewarb ich mich auf ein FSJ in einer psychiatrischen Einrichtung. Glücklicherweise war mir diese Stelle schnell zugesprochen.
Über dieses Jahr sammelte ich Erfahrungen und mein Wille blieb der selbe: Ich möchte Psychologie studieren.
Nun stehe ich leider ohne Psychologie-Studienplatz da.
Und ich frage mich:
Wieso laufen die Bewerbungen alle ohne Motivationsschreiben? Das würde der hohen Ausstiegsquote entgegen wirken.
Klar ist, dass das alles viel zu viel Arbeit erfordern würde. Das Lesen, das Bewerten, das Sortieren der Rangliste. Das alles würde nicht ausgeglichen werden durch eine geringere Ausstiegsquote, doch vielen angehenden Studenten würde es Semester voller Warten ersparen und auch das Unbehagen, das man dabei spürt.
Was kann man stattdessen tun, um diejenigen zu filtern, die wirklich ihr gewünschtes Studienfach studieren wollen?
Ich schlage eine Quote vor von mindestens zehn bis zwanzig Prozent, die diejenigen Studenten zulässt, die bereits Erfahrungen in erwünschenswerten Bereichen hatten, wie hier zum Beispiel soziale, wissenschaftliche und psychiatrische.
Das würde natürlich erfordern, dass nur auf Erfahrungen geachtet wird, unabhängig von Wartesemestern oder Abischnitt. Weiterhin kann es natürlich das Wertesystem geben, dass FSJ oder BFD, den Abischnitt um 0.1 Notenpunkte oder eine einschlägige Berufsausbildung diesem um 0.3 verbessern. Somit gäbe es viele Wege die Spreu vom Weizen zu trennen.
Somit könnten Bewerberinnen und Bewerber auch leichter errechnen, wie lange sie noch warten müssen und was sie dafür tun müssen, damit es schneller klappt. Vorraussetzung: Der NC der früheren Semester ist bekannt und auch wie viel Erfahrung der niedrigsterfahrene bei dem neuen Auswahlverfahren hatte, und trotzdem angenommen wurde.

Das wäre meine Sicht der Dinge, aber wie seht ihr das? Übertreibe ich oder stimmt ihr mir vollkommen zu?

Clurkastas

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