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Zürich – Im Miozän vor etwa zehn Millionen Jahren haben auch in der Schweiz löwengroße Säbelzahnkatzen gejagt. Das belegen Funde aus dem ehemaligen Straßendorf Charmoille bei Porrentruy (Kanton Jura), das heute zur Gemeinde La Baroche gehört. Bei den Funden aus Charmoille handelt es sich um einen rechten Unterkieferast mit zwei Zähnen sowie um einen einzelnen fragmentarisch erhaltenen Eckzahn (Fangzahn) des Säbelzahntigers Machairodus aphanistus. Dies berichtet der Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in seinem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“.

In Charmoille wurden in der heute verlassenen Grube von Vielle Tuileri mehr als drei Jahrzahnte lang so genannte Vogesensande abgebaut, wobei immer wieder Reste fossiler Säugetiere zum Vorschein kamen. Zur Tierwelt von Charmoille gehörten Biber, Säbelzahnkatzen, Bärenhunde, Waldantilopen, kleinwüchsige Hirsche, Schweine, bizarr aussehende krallenfüßige Huftiere, dreihufige Ur-Pferde, Nashörner, Tapire und Rüsseltiere.

Viel häufiger als Säbelzahnkatzen hat man in der Schweiz so genannte Höhlenlöwen entdeckt, über die Ernst Probst kürzlich ebenfalls ein Taschenbuch veröffentlicht hat.

Die Tierwelt von Charmoille ähnelt derjenigen von Eppelsheim bei Alzey in Deutschland. Dort hat man aus zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins nicht nur Reste von Säbelzahnkatzen und Rüsseltieren, sondern auch von drei verschiedenen Menschenaffen geborgen. Mit der exotischen Tierwelt von Eppelsheim befasst sich Ernst Probst in seinem Taschenbuch „Der Ur-Rhein“.

Die Taschenbücher „Säbelzahnkatzen“, „Höhlenlöwen“ und „Der Ur-Rhein“ von Ernst Probst sind bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und in rund 1.000 Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich. Probst hat mehr als 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren sowie über E-Books veröffentlicht.

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