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Wie Tierärzte ihre Pflicht verletzen

 

  • Arzneimittel vom Tierarzt

 

Es geht um die Art und Weise, wie manche Tierärzte mit Patientenbesitzern umgehen!

Das Verhalten einiger Tierärzte offenbart eine bemerkenswerte Arroganz und Ignoranz gegenüber der Patientenbesitzer

 

Es geht um Arzneimittel vom Tierarzt. Hätte ich früher davon gewusst, hätte ich meine Tierärztin gefragt, ob sie noch alle Blüten am Sträußchen hat. Genau das sollten alle öfter tun.

"Geben Sie Ihrem Tier dieses Schmerzmittel" ausgehändigt, wie abgebildet, von einem Tierarzt!

Ich habe von der Tierärztin 2 dünne Einwegspritzen bekommen, gefüllt mit "MCP-Hexal-Tropfen 1 mg/ml". So jedenfalls steht es auf der tierärztlichen Dokumentation. Anmerken möchte ich, dass ich später erfahren habe, dass es solche Tropfen von dem Konzern "Hexal" gar nicht gibt.

Die Einwegspritzen, gefüllt mit Tropfen ( die es nicht gibt! ) wurden mir in die Hand gedrückt. Ohne Beipackzettel, ohne Chargennummer, ohne Verfalldatum, ohne weitere Aufklärung. Nichts!! " Geben sie ihrer Hündin alle 6 Stunden diese Tropfen!!

Rechtlich gar nicht haltbar!

Viele Tierärzte geben die Pillen, abgezählt im Blister oder auch in irgendwelchen Tütchen heraus, abgefüllte Tropfen in Einwegspritzen usw.

Die Abgabe von Tierarzneimitteln ist durch Verordnungen geregelt und liegt nicht in den gottgleichen Händen des einzelnen Tierarztes!

Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV)

§ 10 Abgabebehältnisse

 

1. Die Arzneimittel dürfen nur in Behältnissen abgegeben werden, die gewährleisten, dass die einwandfreie Beschaffenheit des Arzneimittels nicht beeinträchtigt wird.

2. Der Tierarzt hat Behältnisse, in denen Arzneimittel vom Tierarzt an den Tierhalter abgegeben werden, auch sofern es sich nicht um Fertigarzneimittel handelt, mit den Angaben nach den §§ 10 und 11 des Arzneimittelgesetzes zu kennzeichnen. Abweichend von Satz 1 dürfen vom Tierarzt in unveränderter Form umgefüllte oder abgepackte Arzneimittel abgegeben werden, soweit die Anforderungen nach § 10 Abs. 8 Satz 1 sowie § 11 Abs. 7 Satz 1 und 2 des Arzneimittelgesetzes erfüllt und die Arzneimittel zusätzlich mit dem Namen und der Praxisanschrift des behandelnden Tierarztes sowie der abgegebenen Menge gekennzeichnet sind. 

Das "Merkblatt für den ordnungsgemäßen Betrieb einer tierärztlichen Hausapotheke" des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit( LAVES ) sieht vor:

Ist im Einzelfall die Abgabe von Teilmengen gerechtfertigt ( § 21 Abs. 2a Satz 4 AMG ) so müssen die Abgabebehältnisse wie folgt gekennzeichnet werden:

Name oder Firma des pharmazeutischen Unternehmens

Bezeichnung des Arzneimittels

Chargenbezeichnung

Verfalldatum

Name und Praxisanschrift des behandelnden Tierarztes

Abgegebene Menge

Außerdem ist eine Kopie der Packungsbeilage beizufügen. Die Packungsbeilage kann gem. § 11 Abs. 6 AMG, entfallen, wenn die nach § 11

Abs. 4 AMG, die vorgeschriebenen Angaben auf dem Behältnis oder auf der äusseren Umhüllung stehen. In diesen Fällen ist eine Kopie des Etiketts beizufügen.

In der Vergangenheit hat es sich als praktikabel erwiesen, die Abgabebehältnisse mit einer Kopie des Originaletiketts  - ergänzt um die Angabe der tatsächlich abgebenen Menge, den Praxisstempel und das Datum der Abfüllung  - zu kennzeichnen und dem Tierhalter eine Kopie der Packungsbeilage auszuhändigen. Ebenso bewährt hat sich die Nutzung der herstellerseitig zur Verfügung gestellten Umverpackung zur Abgabe von Teilmengen.

 

Arzneimittel vom Tierarzt - bitte nur noch mit Beipackzettel!

 

 

 

 

 

 

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