Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Bild bei NOSVOX

Der Anfang vom Ende          

Die Tierärztin von meiner Wilma

 

Zusammenhänge Teil 1-6

 

Der Anhörungsbogen an die Tierärztin vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, von dem zuständigen Sachbearbeiter, am 07. 06. 2018

Amtliche Überwachung des Verkehrs mit Tierarzneimitteln;

Anhörung gem. § 55 Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG)

 

Der Sachbearbeiter schreibt an die Tierärztin ( Kleintierpraxis )

 

Sehr geehrte Fr. D. S.......

hiermit gebe ich Ihnen Gelegenheit, sich zu folgenden Vorwürfen zu äußern.

 

Nach meinen Feststellungen (amtliche Besichtigung Ihrer tierärztlichen Hausapotheke am 09. 03. 2018 durch Fr. Dr. ….........Amtstierärztin-LAVES) haben Sie folgende Ordnungswidrigkeiten begangen:

 

  1. Die nachfolgend angeführten Tierarzneimittel/Humanarzneimittel wurden bei der Behandlung von Hunden ohne Vorliegen eines Therapienotstandes umgewidmet (Verstoß gegen § 56 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AMG in Verbindung mit § 56 a Abs. 2 AMG)
  1. a) Cobactan 2,5% Injektionslösung (für Rinder und Schweine zugelassenes Tierarzneimittel - Es gibt für Hunde zugelassene Tierarzneimittel

          mit Antibiotika gegen Infektionskrankheiten

 

  1. b) Finadyne RPS-Lösung (für Rinder, Pferde und Schweine zugelassenes Tierarzneimittel ) Es gibt für Hunde zugelassene Tierarzneimittel

 

  1. c) MCP Hexal-Injekt und MCP-Hexal-Lösung (Humanarzneimittel) – Es gibt zugelassene Tierarzneimittel mit MCP zur Injektion und zur oralen Anwendung (Emeprid/Metomotyl/Vomend).

(Dann folgen Schwärzungen= für meine Akteneinsicht)

Und der Hinweis, wer Ordnungswidrig handelt.........s. u.

 

  1. Am 05. 11. 2017 wurde der Hund Wilma der Tierhalterin Fr. …......mit MCP Hexal-Injekt

(Humanarzneimittel) behandelt und es wurde MCP Hexal-Lösung (Humanarzneimittel)

abgegeben. Nach vorliegenden Informationen der Herstellerfirma Hexal lag zum Be-

handlungszeitraum für beide Humanarzneimittel keine gültige Zulassung vor

(Verfalldatum der letzten ausgelieferten Chargen = 11/2016).

 

Ordnungswidrig handelt gem. § 97 Abs. 2 Nr. 21 AMG, wer vorsätzlich oder fahrlässig

entgegen § 56 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AMG Arzneimittel, die zur Anwendung bei Tieren

bestimmt sind, die nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen, und nur auf Ver-

schreibung an Verbraucher abgegeben werden dürfen, verschreibt, abgibt oder anwendet.

Eine solche Ordnungswidrigkeit kann gem. § 97 Abs. 3 AMG mit einer Geldbuße bis zu

25.000 Euro geahndet werden.

 

( Dann wieder Schwärzungen=für meine Akteneinsicht)

 

 

Aufgrund des Ihnen ( nach meinen bisherigen Ermittlungen) vorzuwerfenden Sachverhalts habe

ich ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Sie eingeleitet. Durch diese Anhörung erhalten Sie gem. § 55 Abs. 1 OWiG die Gelegenheit, sich bis zum 25. 06. 2018 zur Beschuldigung zu äußern.

 

Ich weise Sie darauf hin, dass Sie nach dem OWiG nicht verpflichtet sind, zu dem Vorwurf

Stellung zu nehmen. Sollte mir bis zum o.g. Termin keine Stellungnahme vorliegen, gehe ich davon aus, dass Sie sich nicht zur Sache äußern wollen und ich werde dann nach Aktenlage entscheiden.

 

Der anliegende Anhörungsbogen ist in jedem Fall mindestens im Abschnitt Personalangaben

(Pflichtangaben) vollständig ausgefüllt fristgerecht an mich zurück zu geben (gem. § 111 OWiG)

Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße bis zu 1.000,--€ geahndet werden.

 

Hochachtungsvoll

 

Im Auftrage.........

 

In dem Anhörungsbogen werden folgende Medikamente gar nicht erwähnt, die Wilma aber auch bekommen hat bzw. abgegeben worden sind.

1. Novalgin Zäpfchen 300 mg f. Kinder ( 19 - 23 kg ) Humanpräparat ( Wilma hatte am 05. 11. 2017 noch 9 kg )

   (Metamizol-Natrium) nicht anwenden bei GI-Ulzera, Leber-,Herz-,Niereninsuffiziens) Wilma hatte schwere Mitralklappeninsuffiziens

 

2. Posifenicol C 1% = Chloramphenicol ( Humanpräparat ) kommt nur noch zum Einsatz als Mittel der 2.Wahl/Reserveantibiotikum

   Chloramphenicol ist ein umstrittener Wirkstoff. Kann schwere Blutbildungsstörungen hervorrufen, die zum Tode führen können. Die

   Nebenwirkung kann unter Umständen erst Wochen oder Monate nach Behandlung auftreten.

   Kommt in der Humanmedizin kaum noch zum Einsatz.

 

 "Kleintierpraxis" Tierärztin Fr. Dr. F.S. in P. verfügt über auffallend viel "Humanpräparate" und ebenso über Medikamente für Nutztiere, die keine

 Zulassung für Hunde haben.

 Selbstverständlich liegt mir das Original/Anhörungsbogen vor!

 

 Meine Stellungnahme zu den Angaben im Anhörungsbogen veröffentliche ich in den nächsten Tagen. Teil 8

 

Bis dahin......

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Artikel teilen:



Um Kommentare abzugeben, bitte anmelden bzw. registrieren.